0901 | Interactive Sessions, BrandJet, Radar von Particle, StackScope
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0901 | Interactive Sessions, BrandJet, Radar von Particle, StackScope
Zeitleiste
- 00:00:00 Einleitung
- 00:00:31 Revolte: pick your level of AI coding autonomy — with the same guardrails either way
- 00:01:10 BrandJet runs the whole outbound motion — from X and Reddit signals to signed contract
- 00:01:46 Radar makes more than one hundred thirty thousand podcasts searchable — and gives agents an API to them
- 00:03:13 StackScope spots which sites just adopted Stripe, Shopify, or Next.js — roughly two weeks before the boards
- 00:04:57 Fotor's Video Agent keeps AI promos editable — change the stats without regenerating the video
- 00:06:35 Ask My Wardrobe plans outfits from clothes you already own — free and sign-up-free
- 00:08:02 WebTerm Learn teaches terminal, Git, and Vim in a browser sandbox that checks every command
- 00:09:02 Orato scores thirty-to-ninety-second speaking drills and shows every filler word — on-device
Weitere Links
- Interactive Sessions - Bri Product Hunt
- BrandJet - Bri Product Hunt
- Radar by Particle - Bri Product Hunt
- StackScope - Bri Product Hunt
- Video Agent by Fotor - Bri Product Hunt
- Ask My Wardrobe - Bri Product Hunt
- WebTerm Learn - Bri Product Hunt
- Orato - Bri Product Hunt
Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.
Transcript
Lena Vogel: Hallo und herzlich willkommen zu Product Hunt täglich auf Bri Radio. Ich bin Lena Vogel.
Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Heute geht es unter anderem um interaktive Sessions, um BrandJet, um eine Podcast-Suchmaschine von Particle, den Technografie-Dienst StackScope, den Video Agent von Fotor, den Outfit-Generator Ask My Wardrobe, WebTerm Learn sowie die private KI-Sprachtrainer-App Orato.
Lena Vogel: Alle Produkte dieser Woche für dich im Überblick – los geht's.
Lena Vogel: Revolte stellt seinen Autopiloten vor, und daneben gibt es die interaktiven Sessions: Da führst du die KI-Agenten Schritt für Schritt durch den gesamten Entwicklungslebenszyklus – von der Architektur über Code und Tests bis zu Staging und Deploy – und gibst jeden einzelnen Schritt selbst frei.
Felix Hartmann: Der Autopilot war dafür genau das Gegenteil: Ein Agent übernimmt dort ein komplettes Jira-Ticket von Anfang bis Ende, plant, schreibt den Code, eröffnet den Pull Request und deployed selbst. Was beide Wege teilen, ist dieselbe Governance mit Planfreigabe, Inline-Diffs, Kostenobergrenzen und Audit-Trails. Hands-on, wenn du Kontrolle willst, hands-off, wenn nicht.
Lena Vogel: Eine ganz andere Plattform ist BrandJet: Sie macht aus öffentlichen Kaufsignalen Vertriebspipeline. Das Tool hört auf X, Reddit, LinkedIn und dem offenen Web zu, wenn Leute nach Problemen fragen, die du löst, reichert jedes relevante Signal zu einem Lead an und erreicht sie über die Kanäle, die sie tatsächlich nutzen.
Felix Hartmann: Genau, und das Ganze läuft als eine Plattform vom ersten Signal über Unified Inbox und CRM bis zum unterschriebenen Vertrag. Weil BrandJet über MCP angesprochen wird, können auch KI-Agenten die gesamte Motion ausführen, ohne selbst in die Plattform zu gehen.
Lena Vogel: Weiter geht es mit Particle, dem Unternehmen hinter der Nachrichten-App Particle News, die eine Suchmaschine für Podcasts namens Radar vorgestellt hat. Die Idee dahinter: Das Web ist durchsuchbar, Podcasts sollten es auch sein. Nach Herstellerangaben durchsucht Radar über einhundertdreißigtausend aktiv transkribierte Podcasts, mit rund zwanzigtausend neuen Episoden täglich – Millionen Stunden und Milliarden Zeilen seien vollständig durchsuchbar. Radar wird von der Podcast Intelligence API von Particle betrieben, über die auch Agenten per API oder MCP in Podcasts suchen können.
Felix Hartmann: Co-Gründerin und CEO Sara erklärt den Hintergrund: Particle News fasst Nachrichten aus vielen Quellen zusammen und bindet seit über einem Jahr relevante Podcast-Clips in ihre Stories ein. Weil Agenten Podcast-Inhalte nur durchsuchen können, wenn sie transkribiert sind, entstand daraus die API. Jede Episode wird vollständig transkribiert, Sprecher werden diarisiert und gekennzeichnet, und Entitäten wie Personen und Unternehmen werden extrahiert – etwa für Trendanalysen, Deep Research oder die Entdeckung von Podcasts.
Lena Vogel: Radar ergänzt das um die direkte Suche in den Transkripten – nach Entität, Stichwort oder Schlüsselphrase oder nach semantischer Bedeutung. Eine Funktion namens Smart Search soll bald folgen. In der Diskussion sagten einzelne Nutzer, die Suche gehe über das bloße Finden von Podcasts hinaus und könnte die Podcast-Recherche deutlich weniger zeitaufwendig machen.
Lena Vogel: Auf Product Hunt stellt der Entwickler Jonathan mit StackScope einen Dienst vor, den er als Technografie für das neue Web beschreibt: Das Tool zeigt, womit Websites in der Woche ihres Starts aufgebaut sind. Stöbern und Suchen sind kostenlos, kostenpflichtige Pläne ergänzen Stapel-Alerts, API-Zugang, CSV-Export mit veröffentlichten Kontaktdaten und einen MCP-Server für Claude, ChatGPT und Cursor. Nach seinen Angaben hat er StackScope allein gebaut.
Felix Hartmann: Sein Ansatz setzt ausdrücklich woanders an als BuiltWith oder Wappalyzer: Die seien gut für das etablierte Web, aber bis etwas dort auftauche, sei es nicht mehr neu. StackScope finde den Großteil der Daten selbst statt über Einreichungen – die Website zählt gut 2,27 Millionen entdeckte Sites aus öffentlichen Infrastruktursignalen, über 40.000 erfasste Technologien, gut 433.000 Sites als Launches im Indie-Subset und typisch rund elf Technologien pro Start. Rund 90.000 ausgewertete Launches von Product Hunt, Hacker News und PeerPush ergänzen das, und das Tool gibt an, im Schnitt rund 15 Tage früher zu sein, bevor die Launch-Boards es erreichen.
Lena Vogel: In der Diskussion bleibt allerdings einiges offen: Ein Kommentator lobt, dass die Daten leicht zu durchsuchen und interessant sind, kann aber nicht nach Standort filtern – ob eine solche Filterung existiert, ist unklar. Ein anderer Nutzer wiederum meldet, seine gerade erst gestartete Site sei bereits gelistet. Und ein weiterer erhielt bei einer Suche ein leeres Ergebnis und vermutet, StackScope erfasse nur Sites mit abgeschlossenem Launch; ob die Datenbasis tatsächlich darauf begrenzt ist, bleibt ebenfalls offen.
Felix Hartmann: Fotor hat mit dem Video Agent ein Werkzeug vorgestellt, das per Chat Bewegungsgrafiken und Videos erstellen und bearbeiten soll, gedacht für Gründer, Vermarkter und Creator. Nach Herstellerangaben orchestriert der Agent Szenen, Timing, visuelle Effekte und kinetische Typografie automatisch und legt Text, Zahlen, Logos und Diagramme auf einer mehrspurigen Timeline an, die vor dem Rendern editierbar bleibt – so lassen sich Statistiken oder das Timing ändern, ohne das ganze Video neu zu generieren, und schwarze Kästen sowie manuelle Keyframes entfallen.
Lena Vogel: Rohdaten sollen sich laut Beschreibung in parametrische, animierte Diagramme in After-Effects-Qualität verwandeln lassen, als Eingabe genügt eine Idee, ein PDF oder ein Skript. In internen Tests habe sich die Produktionszeit von drei bis fünf Tagen auf rund 40 Minuten verkürzt, das ist eine Herstellerangabe. Coral, Head of Growth bei Fotor, schildert den Ausgangspunkt: Für ein 90-sekündiges Produktvideo hätte ihr Team mit KI Stunden gebraucht, und ein Tippfehler in einem animierten Diagramm erzwang den kompleten Prompt-Neustart samt erneutem Kreditverbrauch. Herkömmliche Tools lieferten meist eine gesperrte MP4, bei der Textwechsel, Austausch einer Einstellung oder Timing-Anpassung ebenfalls einen Neustart bedeuten.
Felix Hartmann: Ein Kommentator, der angibt, eng mit dem Team zusammengearbeitet zu haben, sieht darin den größeren Wandel von KI-Videogenerierung zu KI-gestützter Produktion: Der Agent übernehme Skript, Szenen, Visuals, Timing, Stimme, Musik und Bewegungsgrafiken, die Kontrolle über den finalen Schnitt bleibe beim Nutzer.
Lena Vogel: Ask My Wardrobe ist ein KI-gestützter Outfit-Generator und -Planer, der laut Hersteller eine komplette digitale Garderobe abbilden soll. Nutzer laden ein Foto von sich und eines Kleidungsstücks hoch, um das Stück vor dem Kauf virtuell anzuprobieren; daneben gibt es die eigene Kleidung zu organisieren, Outfits in einem visuellen Editor zusammenzustellen, Looks Tage oder Wochen im Voraus zu planen, geplante Outfits in einem Monatskalender anzuzeigen, Looks zu teilen und automatisch gespeicherte Outfits in einem persönlichen Lookbook zu sammeln.
Felix Hartmann: Interessant ist, wie sich das Produkt entwickelt hat: Ursprünglich war die virtuelle Anprobe der Hauptzweck, doch laut Hersteller haben Nutzer häufiger vorhandene Teile neu kombiniert, neue Kleidung mit eigenen Stücken gemischt und Looks gespeichert und verglichen – dadurch sei der Outfit-Planer populärer geworden als die Anprobe und habe die Produktrichtung verändert. Er sagt, er lese jede Funktionsanfrage und entscheide anhand des Nutzerfeedbacks, was als Nächstes entwickelt wird.
Lena Vogel: Für die Anprobe macht er klare Vorgaben: Beste Ergebnisse verspricht er bei Ganzkörperfotos, nach vorne gerichtet, mit guter Beleuchtung und einfachem Hintergrund – sein Satz dazu lautet, schlechtes Foto rein, schlechtes Ergebnis raus. Klare Bilder von Oberteilen, Hosen und kompletten Outfits funktionieren laut ihm meistens. Das Tool ist ohne Konto kostenlos nutzbar, einige kostenlose Versuche gibt es sofort, weitere nach der Registrierung, ein Download ist nicht nötig und es läuft auf Telefon und Desktop.
Lena Vogel: Vom Outfit-Planer weiter zum Terminal lernen: WebTerm ist eine interaktive Plattform, die Terminal, Git und Vim wie ein Spiel beibringt – in einer Browser-Sandbox. Handgezeichnete Folien erklären das Konzept, und eine echte Sandbox im Browser prüft jeden Befehl, den man eingibt. Man kommt durch zwölf Kurse und 129 Lektionen, alle kostenlos, über eine 3D-Weltkarte voran, und ein Begleiter entwickelt sich mit.
Lena Vogel: Der Macher Dai stellte die App selbst in der Community-Diskussion vor. Gerade dieses Prüfen jedes eingegebenen Befehls ist das Kernstück: Man schaut nicht nur zu, sondern tippt tatsächlich, während die Umgebung kontrolliert – die Folien liefern die Theorie, aber erst die Sandbox bestätigt, ob man den Befehl richtig abgesetzt hat.
Felix Hartmann: Das heißt, der Lernfortschritt hängt wirklich daran, dass man selbst Hand anlegt. WebTerm setzt den Schwerpunkt auf Übung statt Vortrag, und genau diese Kombination aus Live-Prüfung und Theorie unterscheidet es von reinen Video-Tutorials.
Lena Vogel: Wir wechseln zum Thema Sprachen: Orato ist eine private KI-Sprachtrainer-App für das iPhone, gebaut vom Solo-Entwickler Petros Tepoyan. Er sagt, er habe die App entwickelt, nachdem andere Sprachtrainer seine Stimme auf unbekannte Server hochladen wollten. Man wählt eine von sechs Übungen – Impromptu, Defend a Topic, Three Questions, Tell a Story, Elevator Pitch oder Read Aloud – spricht dreißig bis neunzig Sekunden und bekommt eine Bewertung zu Tempo, Flüssigkeit, Wortschatz und Kohärenz samt drei konkreten Tipps pro Sitzung.
Lena Vogel: Jedes Füllwort und jede lange Pause landet in einem ablesbaren Transkript; ein Tipp auf eine Zeile zeigt, was der Coach in dem Moment bemerkt hat. Der Datenschutz ist der Kern: Laut Hersteller verlässt die Audioaufnahme das Telefon nie. Auf iPhones mit Apple Intelligence laufen Transkription, Bewertung und Coaching komplett auf dem Gerät – ohne Konto und auch im Flugmodus. Zwei optionale Wege senden lediglich Transkript-Text vom Gerät, und beide verlangen vorher eine Anmeldung.
Felix Hartmann: Interessant, dass selbst diese beiden Wege nur den Text und nie die Audiodatei senden – die Aufnahme selbst bleibt also in jedem Fall lokal. Wie sieht es mit den Kosten aus?
Lena Vogel: Ein Cloud-Coach für ältere iPhones ohne Apple Intelligence nutzt Sign in with Apple, und ein standardmäßig ausgeschalteter Pro-Schalter für Enhanced AI Coaching schickt den Text für einen tieferen Bericht an OpenAI; die Übungshistorie bleibt in beiden Fällen auf dem Gerät. Die kostenlose Version bietet drei betreute Sitzungen pro Woche. Pro hebt die Grenze auf und ist als Monats-, Jahres- oder einmaliger Lebenszeitkauf erhältlich; Monats- und Jahresabonnement starten mit sieben kostenlosen Tagen. In der Community-Diskussion nannte ein Kommentator das Anhören des eigenen Ähms übrigens schmerzhaft – ein Hinweis darauf, wie direkt das Feedback ausfällt.
Felix Hartmann: Wir haben heute zwei Kontrast-Tools gesehen: Revolte, mit dem du den Grad der KI-Unterstützung beim Coding selbst wählst, während die Guardrails in beiden Fällen gleich bleiben.
Lena Vogel: Und BrandJet übernimmt den kompletten Outbound-Prozess, von Signalen auf X und Reddit bis zum unterschriebenen Vertrag.
Felix Hartmann: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.