0824 | Neue Tools für Mac und iPhone: Local Music Organizer, OpenLogi, Yattayo, Flown

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In dieser Ausgabe stellt das Duo zehn neue Apps und Tools für Mac, iPhone und Entwickler vor. Zunächst geht es um Local Music Organizer, eine einmalige Kauf-App, die große lokale Mac-Musikbibliotheken offline repariert – Duplikate und fehlende Dateien findet, Metadaten prüft, Playlists vergleicht und verdächtige Upscales erkennt, ganz ohne Abo oder Cloud. Mit OpenLogi folgt eine quelloffene Rust-Alternative zu Logitech Options+, die per HID++ direkt mit den Geräten spricht und die Konfiguration

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:37 Local Music Organizer für den Mac
  • 00:02:10 OpenLogi als Rust-Alternative zu Options+
  • 00:03:47 ANCBuddy für Bose QC Ultra
  • 00:04:11 Yattayo mit Schiebereglern und Stempeln
  • 00:05:49 Tab Notes als Notizbuch im New Tab
  • 00:07:17 Flown: Weltkarte aller Flüge
  • 00:08:42 Aximote als Fahranalyse über Marken
  • 00:10:12 FetchSandbox MCP für API-Fehler
  • 00:10:52 Claude Academy von Anthropic
  • 00:11:59 Yatko für Release-Download-Links

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Transcript

Lena Vogel: Hallo und willkommen zu Product Hunt täglich auf Bri Radio. Ich bin Lena Vogel.

Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Heute geht es um Tools und Apps, die sich direkt um deine eigenen Daten, deine Geräte und deinen Alltag kümmern.

Lena Vogel: Genau, wir schauen unter anderem auf einen lokalen Musik-Organizer für den Mac, auf eine quelloffene Alternative zu Logitech Options, eine Schieber-Checkliste als 3D-Objekt und eine Browser-Erweiterung, die jeden neuen Tab in ein Notizbuch verwandelt.

Felix Hartmann: Dazu eine iPhone-App, die Fahrzeugdaten automatisch in ein persönliches Dashboard bringt, und ein paar mehr. Bleibt dabei.

Lena Vogel: Local Music Organizer for Mac richtet sich an Leute mit großen lokalen Bibliotheken. Es funktioniert ohne Apple-Music-Abonnement und ohne ausdrückliche Cloud-Anbindung, die gesamte Musik bleibt auf dem Mac. Die Werkzeuge finden Duplikate und fehlende Dateien, vergleichen Playlists, prüfen Metadaten, erkennen verdächtige Upscales und Transcodes und reparieren oder konvertieren seltene Formate offline. Voraussetzung ist macOS 14 oder neuer, auf Apple Silicon und Intel.

Felix Hartmann: Der Entwickler betreibt das als persönliches Projekt und erklärt daraus die Funktionen: Er pflegt seit den frühen iTunes-Jahren eine Sammlung, hatte einen Großteil seiner CDs einst als MP3s mit einhundertzweiundneunzig Kilobit pro Sekunde konvertiert und ersetzte nach der Aufrüstung seiner Audioanlage alte Dateien durch verlustfreie Releases, Vinyl-Transfers und seltene Editionen. Den Anstoß gab ein besserer Playlist-Shuffler, weil Music.app seiner Erfahrung nach zu oft dieselben Künstler wiederholte. Als Hauptprinzip nennt er Sicherheit: Die meiste Analyse läuft schreibgeschützt, Änderungen an Dateien verlangen eine ausdrückliche Freigabe.

Lena Vogel: Drei Tage Vollzugriff sind kostenlos, danach eine einmalige Freischaltung für neunundzwanzig Komma neunundneunzig US-Dollar, regionale Preise und Steuern legt Apple fest. Es gibt kein Abo, keine automatische Belastung, keine Konten, keine Analysen und keine Uploads. Ein Kommentator lobte die Erkennung von Upscales, die als FLAC ausgegeben werden, fragte aber, ob die App bei verdächtigen Transcodes auch hilft, einen passenden Ersatz zu finden – das bleibt offen.

Lena Vogel: OpenLogi ist eine quelloffene, lokale Alternative zu Logitech Options+ – geschrieben in Rust, entwickelt von AprilNEA. Die App spricht laut Hersteller direkt über das HID++-Protokoll mit Logitech-Geräten, läuft nativ auf macOS, Windows und Linux, und weder Konto noch Telemetrie sind nötig, der Update-Check ist standardmäßig aus.

Felix Hartmann: Interessant ist, wie offen die Konfiguration gehalten ist: Sie liegt in einer TOML-Datei, die man lesen, bearbeiten und zwischen Rechnern kopieren kann. Jede Taste lässt sich mit einer von vierundvierzig eingebauten Aktionen belegen, und DPI-Voreinstellungen und SmartShift werden direkt über HID++ gesetzt. Die Live-Geräteansicht zeigt Batteriestand und Ladestatus, verbunden wird über Bolt-, Unifying- oder Lightspeed-Empfänger, Bluetooth oder USB.

Lena Vogel: Als Auslöser nennt der Entwickler, dass Options+ bei ihm einen Kontoprompt, einen Hintergrunddienst, Telemetrie und mehrere hundert Megabyte mitbrachte – nur um die Daumentaste umzubelegen. Vor dem Start muss man Options+, unter Linux Solaar, beenden, weil nur eine App gleichzeitig den HID++-Empfänger nutzen kann.

Felix Hartmann: Einiges ist noch nicht fertig: Per-App-Profile und ein Import aus Options+ fehlen und sind in Arbeit, Profile sollen in einem späteren Release kommen. Der Protokollteil für den Easy-Switch-Hostwechsel über HID++ 0x1814 und 0x1815 ist enthalten, aber die Brücke für Zeiger und Zwischenablade zwischen Rechnern steht am fernen Ende der öffentlichen Roadmap – und wäre, falls sie kommt, nur optional im lokalen Netzwerk.

Lena Vogel: ANCBuddy for Bose QC Ultra bringt den Modus der aktiven Geräuschunterdrückung und den Batteriestatus für Bose-QuietComfort-Ultra-Geräte in die Mac-Menüleiste, sodass man die Modi umschalten und den Akku prüfen kann, ohne eine weitere App zu öffnen. Eine kostenlose Testversion gibt es, gedacht ist die App für Pendler und Arbeitsabläufe, die auf Konzentration setzen. Der Entwickler sucht auf der Suche nach Feedback von QC-Ultra-Nutzern auf macOS.

Lena Vogel: Yattayo bildet eine physische Schieber-Liste als 3D-Objekt nach: Jede Aufgabe ist ein Schieberegler auf einem orangefarbenen Brett, beim Ziehen gibt es ein ratschenartiges Klicken, am Ende eine haptische Rückmeldung mit Ton, und erledigte Aufgaben bekommen einen OK-Stempel. Die Idee stammt laut Community-Diskussion von einem Foto einer orangefarbenen Plastik-Schieber-Liste und ist ein Solo-Bau.

Felix Hartmann: Die Aufgaben selbst sind Haftnotizzettel, die man antippt und handschriftlich oder per Tastatur beschriftet, erledigte Notizen lassen sich vom Brett abziehen und das Brett lässt sich mit dem Finger drehen. Es gibt Widgets, die das echte Brett zeigen, sodass Aufgaben direkt im Widget abgeschlossen werden können, und die App synchronisiert über iCloud zwischen iPhone, Apple Watch und Mac.

Lena Vogel: Bei den Erinnerungen geht es gestaffelt zu: Sie kommen zwei Tage vorher, am Tag vorher und am Fälligkeitstag, überfällige Aufgaben bekommen eine tägliche sanfte Erinnerung, und erledigen kann man Aufgaben direkt aus der Benachrichtigung. Bis zu drei Aufgaben sind kostenlos, Premium kostet neunundneunzig Cent pro Woche oder neunzehn Komma neunundneunzig US-Dollar als Lifetime-Kauf, und umfasst dann unbegrenzte Aufgaben, tägliche und wöchentliche Wiederholungen sowie keine Werbung.

Felix Hartmann: Aus dem App-Store-Eintrag: Die App ist 78,4 Megabyte groß, die Altersfreigabe liegt ab vier Jahren, inklusive In-App-Käufen und Werbung, sie spricht Englisch und Japanisch, und läuft ab iOS 17.0, macOS 14.0, watchOS 10.0 und visionOS 1.0. Der Entwickler sagt, Datenschutzpraktiken sehen kein Tracking von Identifikatoren vor.

Felix Hartmann: Tab Notes ist eine Browser-Erweiterung, die jede neue Registerkarte in ein ablenkungsfreies Notizbuch verwandelt. Nach Herstellerangaben lassen sich Gedanken mit Rich Text, Markdown, Überschriften, Listen, Tabellen, Codeblöcken mit Syntax-Hervorhebung und Zeichnungen auf einer integrierten Canvas festhalten – Diagramme, Flussdiagramme, Formen mit verbindenden Pfeilen direkt in der Notiz.

Lena Vogel: Offline arbeitet die Erweiterung über lokalen Speicher oder synchronisiert privat mit dem eigenen Google Drive, also ohne Server-Lock-in. Notizen erreichst du in Vollbild-Registerkarten oder über ein in der Symbolleiste angeheftetes Popup auf jeder Website, die Übernahme der New-Tab-Seite lässt sich abschalten und als Export sind.txt und.md dabei.

Lena Vogel: Der Hersteller sagt, er habe Tab Notes gebaut, weil Standard-Notiz-Apps zu schwergewichtig und Browser-Standardseiten überladen seien; gewünscht war eine schnelle, lokal gespeicherte Notizhilfe direkt im Tab. Ein Community-Mitglied hielt die Erfassungsgeschwindigkeit für entscheidend: Dauere das Öffnen des Notizblocks länger als die halbe Sekunde für eine neue Registerkarte, nutze er ihn nicht – genau das löse der New-Tab-Ansatz.

Felix Hartmann: Hm, offen blieb dabei, wie sich Tab Notes verhält, wenn andere Erweiterungen wie ein Dashboard oder eine Speed-Dial-Startseite ebenfalls die New-Tab-Seite überschreiben wollen – ob die Erweiterung den Konflikt erkennt und warnt oder ob die zuletzt geladene gewinnt und man die andere manuell anpasst.

Lena Vogel: Flown, im App Store als Flown: Live Flights & Trips, ist eine reine iPhone-App des Entwicklers Stefan Samuel Dupey-Whyte, die iOS 17.0 oder neuer erfordert. Die Idee dahinter ist eine private Weltkarte, auf der jede jemals geflogene Route als leuchtender Bogen erscheint, mit allen 197 Ländern zum Abhaken, einem virtuellen Passbuch, das bei jedem neuen Land einen Stempel bekommt, und Statistiken zu Meilen, Flugstunden, Erdumrundungen, Top-Routen und Fluggesellschaften.

Lena Vogel: Flüge lassen sich per Kalenderimport erfassen; im jüngsten Update wurde das auf sofortige Verarbeitung umgestellt. Die Erkennung läuft laut Hersteller komplett auf dem Gerät, die Synchronisierung über die private iCloud des Nutzers – ohne Konto und ohne Nachverfolgung. Der App-Store-Eintrag sagt, der Entwickler erhebe keine Daten, wobei Apple vermerkt, dass diese Angabe nicht von Apple verifiziert wurde.

Felix Hartmann: Die Kartengrundfunktionen sind laut Beschreibung dauerhaft kostenlos. Für den Live-Flugstatus, gleichzeitig geprüfte Plan-B-Alternativen, flexible Tarifkalender, Avios-Prämien-Schätzungen für British-Airways-Flüge und das Auto-Ausfüllen per Flugnummer braucht es ein Abonnement. Und es gibt einen zentralen Praxisbezug: Landet ein Flug im Vereinigten Königreich oder der EU drei oder mehr Stunden zu spät, kann laut Beschreibung ein Anspruch von 220 bis 520 Pfund nach UK261 bestehen – Flown erkennt das und liefert direkt einen Link zum Antrag.

Felix Hartmann: Aximote hat eine iPhone-App veröffentlicht, die Fahrzeugdaten automatisch in ein persönliches Dashboard bringt. Laut Mitgründer Laurenz schließt das Release eine Lücke der ersten, im Mai gestarteten Version: Die lebte fast vollständig im Auto und bot nach dem Parken keinerlei Auswertung.

Felix Hartmann: Jetzt zeigt die App automatisch erfasste Fahrten mit Verbrauch, Kosten, Lade- und Effizienzdaten, ein anpassbares Dashboard mit über zwanzig Fahrzeugmetriken, einen neuen Efficiency Score sowie Trends und Vergleiche über Fahrten und kompatible Fahrzeuge. Unterstützt werden mehrere Autos, und die Fahrthistorie bleibt auch beim Markenwechsel erhalten. Die Daten liegen laut Hersteller im Aximote-Konto, nicht in einer einzelnen Fahrzeug-App – nötig ist keine zusätzliche Hardware, kein OBD-Dongle, kein manuelles Logging; die Oberfläche wurde mit Hell- und Dunkelmodus und detaillierten 3D-Fahrzeugmodellen neu gestaltet.

Lena Vogel: Seit dem ersten Launch haben laut Hersteller mehr als zehntausend Fahrerinnen und Fahrer Aximote genutzt und gemeinsam über eine Million Fahrten erfasst. Aus der Community kam die Einordnung, dass die App sich weniger als Auto- denn als Fahranalyse verhalte – wie eine Fitness-App für Fahrstile: wirtschaftlich, sportlich, effizient, Langstrecke – über viele Fahrzeuge und Marken hinweg. Offen blieb dabei, ob Aximote für die Markenunterstützung die offiziellen Connected-Car-Dienste der Hersteller nutzt oder ein universellerer Telemetriestandard dahintersteckt; genau diese Antwort entscheide laut Diskussion, ob die Markenunterstützung Bestand hat.

Lena Vogel: FetchSandbox MCP ist ein Werkzeug gegen ein konkretes Problem: Die Integrationslösung eines Agenten besteht den CI-Test, die Daten sind trotzdem falsch. Laut Vorstellung reproduziert es den echten Fehler auf deinem Code, behebt ihn und weist nach, dass die Korrektur hält – eine Quittung statt einer bloßen Einschätzung. Dazu gibt es über siebzig API-Sandboxes und einen einzigen Konfigurationsblock in Cursor oder Claude Code.

Felix Hartmann: In der Community-Diskussion meldet sich Raj, einer der Mitgründer – und der Einstiegspunkt ist, dass das eigentliche Schreiben der Integration offenbar aufgehört hat zu funktionieren. Das genaue Problem, das die Erweiterung reproduzieren und beheben soll, bleibt damit in der Diskussion offen.

Lena Vogel: Claude Academy ist laut Anthropic der offizielle Lern-Hub des Unternehmens — vollständig kostenlos, mit selbstgesteuerten Kursen, Entwickler-Tutorials und offiziellen Zertifizierungspfaden. Die Inhalte decken den ganzen Claude-Stack ab, vom grundlegenden Prompting bis zum Bau komplexer Multi-Agenten-Workflows, inklusive Claude Code, Subagenten und MCP.

Felix Hartmann: Konkret wird es im Kurs zu KI-Fluency: „AI Fluency: Framework & Foundations“ umfasst vierzehn Lektionen, ein Quiz und rund vier Stunden, aufgebaut auf dem 4D-Framework aus Delegation, Description, Discernment und Diligence. Der Kurs zu den Fähigkeiten und Grenzen von KI kommt auf dreizehn Lektionen und dreieinhalb Stunden.

Lena Vogel: Wobei eine Frage offen bleibt: Ob der Entwickler-Pfad auch vermittelt, wann man Arbeit auf Subagenten aufteilen sollte. Ein Community-Mitglied, das Claude Code täglich nutzt, entscheidet das nach eigener Angabe per Trial and Error — zu wenig Aufteilung habe Kontext verschwendet, zu viel Aufteilung habe mehr Zeit für Koordination gekostet. Eine klare Antwort darauf enthält das Material anscheinend nicht.

Lena Vogel: Yatko ist ein Dienst auf yatko.app, der jedes öffentliche GitHub-Repository in saubere Download-Links verwandelt und für jeden Besucher automatisch das passende Release-Asset für Betriebssystem und Architektur auswählt. Die Kernidee ist ein simpler Domain-Tausch: Wer in einer GitHub-URL github.com durch yatko.app ersetzt, landet laut Ersteller auf einem deutlich einfacheren Installationsablauf.

Felix Hartmann: Dahinter stecken zwei Zugänge: yatko.app/dl/owner/repo erkennt die Plattform des Besuchers und leitet direkt zur richtigen Binärdatei weiter, während yatko.app/api/link/owner/repo eine JSON-Antwort mit der aufgelösten Download-URL für CI-Pipelines und Skripte liefert. Als Beispiele nennt die Website unter anderem cli/cli, neovim/neovim, astral-sh/uv und BurntSushi/ripgrep.

Lena Vogel: Am Starttag gab es aber schon einen Stolperstein: Ein Kommentator testete den Domain-Tausch mit yatko.app/cli/cli und yatko.app/argval/yatko — beide blieben dauerhaft bei „Loading release…“ hängen. Sein Netzwerk-Panel von Chrome auf macOS zeigte keinerlei Anfrage an api.github.com, woraus er schloss, dass die Erkennung von Betriebssystem und Architektur die Ursache sei. Ob das wirklich der Grund ist, bleibt unbestätigt.

Lena Vogel: Zwei Werkzeuge, die heute bleiben: der Local Music Organizer, ein natives Mac-Programm für große Offline-Bibliotheken ohne Abo-Zwang, und OpenLogi, die lokale Rust-Alternative zu Logitech Options+ ohne Konto und Telemetrie.

Felix Hartmann: Beide laufen komplett lokal – das ist doch der gemeinsame Kern.

Lena Vogel: Genau. Danke, dass ihr dabei wart, und bleibt gesund.