0815 | Gemini 3.7 Flash, Freebuff, Port22 & Suno Studio 2.0

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Show notes

In dieser Folge werden die neuesten KI- und Entwickler-Tools der Woche vorgestellt. Los geht es mit Googles Gemini 3.7 Flash, einem neuen Arbeitspferd-Modell für Coding und Agents, sowie dem komplett werbefinanzierten Coding-Agenten Freebuff. Danach folgen Port22, ein iOS-Begleiter für die Freigabe wartender Coding-Agents, und Hoplite, das lokale Agent-Setups in die Cloud verlagert. Im kreativen Bereich werden OpenMotion für editierbare KI-Produktvideos, Suno Studio 2.0 mit MIDI und Effekten sow

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:44 Gemini 3.7 Flash: Googles neues Arbeitspferd für Coding und Agents
  • 00:02:10 Freebuff: Der vollständig kostenlose Coding-Agent
  • 00:03:46 Port22: Coding-Agents vom Handy aus freigeben
  • 00:05:12 Hoplite: Lokale Agent-Setups in die Cloud verlagern
  • 00:06:48 OpenMotion: Kostenloses Mac-Studio für editierbare KI-Videos
  • 00:08:29 Suno Studio 2.0: Tiefere Musikproduktion im Browser
  • 00:10:00 ChordViz: Live-Musikvisualisierung für Lehrende und Performende
  • 00:11:28 BrowserAct Cloud: KI-Web-Scraper, die bei Änderungen mitlaufen
  • 00:13:06 Basedash Tasks: KI-Backlog aus Business-Kennzahlen
  • 00:14:42 oxpecker: API-Breaking-Changes vor dem Sunset erkennen
  • 00:16:21 Buply: Nasenabdruck-ID zur Wiedervereinigung verlorener Haustiere

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Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.

Transcript

Lena Vogel: Hallo und herzlich willkommen zu Product Hunt täglich – ich bin Lena Vogel.

Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Das Update von Bri bringt uns heute wieder die frischesten Launches, und diesmal geht es um Coding-Agenten, Musik-Studios und eine ganz besondere Sache für Haustierbesitzer.

Lena Vogel: Genau. Google hat mit Gemini 3.7 Flash ein neues Modell vorgestellt, Freebuff wirbt mit einem komplett kostenlosen Coding-Agenten, und im Musikbereich stiehlt Suno Studio 2.0 allen die Show.

Felix Hartmann: Und es gibt ein neues iOS-Begleitwerkzeug für deine laufenden Coding-Agenten, ein kostenloses Motion-Design-Studio für den Mac, und einen Cloud-Dienst, der dein lokales Setup in die Wolke bringt. Bleib dran!

Lena Vogel: Google hat Gemini 3.7 Flash vorgestellt, und die Ankündigung am dreizehnten August reicht deutlich über bloße Geschwindigkeit hinaus. Die Verantwortliche in der Produktabteilung beschreibt das Modell als das bisher intelligenteste Arbeitspferd des Gemini-Teams fürs Programmieren und für Agents – also nicht einfach ein schnelleres Modell, sondern eines, das komplexe Software-Projekte, mehrstufige Planung und autonome Agents stemmen soll.

Felix Hartmann: Interessant, dass es da gar nicht primär um Speed geht. Die Flash-Serie war ja immer die schnelle, günstige Linie – und jetzt soll genau dieses Format auch ernsthafte Coding- und Agentic-Workflows können. Die Community übersetzt das so, dass Entwickler, die KI-Produkte, Coding-Agents oder Automatisierung bauen, das Modell auf jeden Fall testen sollten.

Lena Vogel: Was man auch als Entwickler genau wissen will, sind die Preise. Google nennt aber nur die Perspektive nach der Einführungsphase: Bis Ende dieses Jahres gelten Einführungspreise, ab dem ersten Januar kommenden Jahres werden es ein Dollar fünfzig pro Million Input-Tokens und sieben Dollar fünfzig pro Million Output-Tokens. Alles andere bleibt offen.

Felix Hartmann: Und ein wichtiger Vorbehalt: Diese Leistungsversprechen stammen von Google selbst und aus der Community-Diskussion. Unabhängige Benchmark-Ergebnisse liegen in dem Material nicht vor. Am Ende wirft der Hunt genau die richtige Frage auf – was wir mit diesem Modell bauen würden.

Felix Hartmann: Von Modellen zu einem Anbieter, der gar keine mehr berechnen will: Freebuff bewirbt einen vollständig kostenlosen Coding-Agenten. Kein Abo, keine API-Keys, kein Lock-in – CLI, Desktop-App, Web-App-Builder und Cloud-Agent inklusive. Und es positioniert sich ausdrücklich als Alternative zu Größen wie Claude Code, Cursor oder Devin.

Lena Vogel: Das klingt fast zu gut. Wie finanziert sich das? Der Hersteller sagt: durch Werbung. Kleine Anzeigen subventionieren Modelle wie GPT 5.6 Luna, DeepSeek V4 Pro oder GLM 5.2. Die Limits sollen hoch sein, etwa sechs Sitzungen à einer Stunde pro Tag, und Flash-Modelle laufen unbegrenzt.

Felix Hartmann: Es gibt ja auch Nutzerstimmen, die das untermauern. Einer berichtet von fast sechshundert Nachrichten und knapp zweihundert Millionen Tokens – bei null Euro Ausgaben für Modellzugang im Austausch gegen Werbung. Ein anderes Beispiel: monatelange intensive Nutzung für Datenanalyse, sogar mit selbstständigem Nachprüfen von Mathematik. Ein Kommentator erzählt übrigens, er habe vorher rund sechzehnhundert Dollar im Monat an Claude-API-Rechnung gehabt – da versteht man, warum die Frage nach dem Geschäftsmodell aufkommt.

Lena Vogel: Die Website rechnet vor: rund einundvierzigtausend Euro Vergleichsersparnis im Jahr für ein Fünf-Personen-Team gegenüber genannten Konkurrenzpreisen. Aber man muss fair bleiben – das sind überwiegend Hersteller- und Einzelaussagen. Und offene Fragen bleiben: Ein Nutzer wünscht sich MCP-Unterstützung, ein anderer bezweifelt, wann Unternehmen kostenlose Modelle wirklich als gleichwertig akzeptieren.

Lena Vogel: Etwas ganz anderes, kann aber im Arbeitsalltag viel bringen: Port22 ist ein iOS-Begleiter für Mac-Agents. Wer Coding-Agents wie Claude Code, Codex oder OpenCode auf dem Mac laufen lassen will, sieht jetzt vom Telefon aus, welche Agents arbeiten und welche auf Genehmigung warten. Muss eine Freigabe bestätigt werden, kommt eine Push-Benachrichtigung, und man tippt exakt die angebotene Option an, statt blind auf eine Taste zu tippen.

Felix Hartmann: Das clevere Detail: Es hängt sich an bereits laufende Terminalsitzungen, ohne neuen Wrapper und ohne Konfiguration. Unterstützt werden Ghostty, kitty, Alacritty, WezTerm, tmux und das Standard-Terminal – aber eben nicht Warp und keine IDE-Terminals. Ein Konto braucht man nicht, gemixt wird über iCloud oder einen sechsstelligen Code im WLAN. Außerhalb des heimischen Netzes läuft ein Ende-zu-Ende-verschlüsseltes Relay, das laut Hersteller weder Schlüssel hält noch Code lesen kann.

Lena Vogel: Die Preise sind übrigens moderat: Free für einen Mac und zwei Sitzungen, Uneingeschränktes für knapp zwanzig Dollar im Jahr. Der Maker selbst beschreibt die App aber als noch sehr früh und bittet um Fehlermeldungen. Ein Nutzer meldet etwa, dass bei Claude Code im Bypass-Modus Benachrichtigungen für Eingaben kämen, die gar nicht angefordert seien. Und offen bleibt, wie es mit Windows und Android aussieht, was passiert, wenn das Telefon aus ist, oder wie man bei mehreren parallelen Sitzungen klar zuordnet, was zu welchem Repo gehört.

Felix Hartmann: Aus dem Launch-Material der letzten vierundzwanzig Stunden sticht Hoplite hervor: ein Cloud-Dienst, der lokale Coding-Agent-Setups ohne Neu-Konfiguration in die Cloud verlagern will. Beim Onboarding übernimmt er Sessions, MCP-Server, Dependencies und CLIs; die Agents laufen dann in isolierten Sandboxes, angeblich hunderte parallel, mit Video-Vorschauen aller Änderungen und sogar Prompting per iMessage.

Lena Vogel: Das Problem, das er löst, dürfte vielen bekannt vorkommen: Wenn zu viele Agents gleichzeitig auf dem lokalen Laptop laufen, wird das Chaos – Git-Worktree-Konflikte, Port-Kollisionen, überlastete Maschine. Integriert sind Sentry, Linear und Slack, und jeder Pull Request bekommt eine Video-Durchspielung des Nutzerflusses.

Felix Hartmann: Die Gründer Ryan und Bence kommen aus Irland, waren eigenen Angaben zufolge bei Stripe beziehungsweise AWS und sagen, sie hätten so etwa eineinhalb Millionen Dollar an OpenAI-Credits effektiv eingesetzt. Die Website weist Y-Combinator-Förderung aus. Wichtig ist aber: Der Ausblick von Mitgründer Bence, dass die Zahl gleichzeitig laufender Agents von unter einem Dutzend bis Ende nächsten Jahres auf Tausende steigt, ist eine Erwartung, kein Fakt.

Lena Vogel: Und die Community-Eindrücke bleiben subjektiv. Ein Nutzer, der das Tool erst minimal nutzt, sagt, Hoplite sei eines der am einfachsten zu onboardenden Cloud-Agent-Tools, die er probiert habe – im Vergleich zu Factory und Orb –, aber er sei noch nicht vollständig auf Cloud umgestiegen. Was alles offen lässt: Preise und Verfügbarkeit. Das Launchmaterial nennt keine Zahlen, die Website führt nur eine Demo-Anfrage auf.

Felix Hartmann: Zum Abschluss etwas Kreativeres: OpenMotion ist laut Anbieter ein kostenloses Motion-Design-Studio für macOS, gedacht für Gründer, Designer und Entwickler. Man beschreibt eine Szene in einfachem Englisch, hängt Produktscreenshots oder ein Brand Kit an, und ein KI-Agent erzeugt daraus editierbare Produktlaunch- und Erklärvideos.

Lena Vogel: Der entscheidende Punkt im Vergleich zu Ein-Klick-Video-Generatoren: Man behält Kontrolle über das Ergebnis. Gearbeitet wird auf einer echten Canvas- und Timeline – Szenen, Layer, Timing, Easing, Farben, Kamera und Sound lassen sich verfeinern, Export als MP4, transparentes WebM oder eigenständiges HTML. Und Rechenleistung bringt man selbst mit: Es braucht keine separaten API-Keys, sondern läuft mit einem bestehenden Codex- oder Claude-Code-Abo.

Felix Hartmann: Aktuell gibt es nur einen kostenlosen Plan, ein Pro-Paket mit höheren Limits und Extra-Funktionen sei für später möglich. Aber man muss hier besonders vorsichtig sein: In der Community-Diskussion stammt der einzige substantielle Beitrag vom Maker selbst, und auch die eingebetteten Social-Media-Reaktionen sind ungeprüfte Drittaussagen. Es bleibt also offen, wie gut die Ergebnisqualität wirklich ist – alles, was wir wissen, ist die Anbietersicht.

Lena Vogel: Damit haben wir einen schönen Bogen: von Googles neuem Workhorse-Modell über eine kostenlose und eine mobile Agent-Alternative bis in die Cloud und hin zur kreativen Video-Generierung. Und der gemeinsame Nenner der Woche ist klar – die Werkzeuge werden billiger, verteilter und stärker in den Arbeitsalltag integriert, aber die Herstellerversprechen sollte man immer gegen die eigene Erfahrung prüfen.

Lena Vogel: Fangen wir mit dem größten Update an, das Suno für seinen browserbasierten Studio-Bereich ankündigt: Studio 2.0. Laut Suno ist es das größte Update des Werkzeugs bisher und ab sofort für alle Premier-Abonnenten verfügbar. Die Idee dahinter: Wer über die reine Generierung hinausgehen und jeden einzelnen Klang kontrollieren will, soll das jetzt direkt im Browser können.

Felix Hartmann: Und das Update soll ziemlich viel abdecken. Konkret nennt Suno MIDI-Controller für Akkorde, Basslinien und Melodien auf integrierten Synthesizern, dazu ein musikalisches Tippen, einen Arpeggiator und einen Akkordmodus. Dazu kommen Effekte von der Sidechain-Kompression bis zum Faltungshall.

Lena Vogel: Außerdem gibt es einen Chatbereich, in dem sich Sounds, Synths und Plugins schrittweise aufbauen lassen und Tracks umbenannt werden können. Man kann Audio oder einzelne Stems importieren, präzise arrangieren mit Automatisierung für Tempo, Lautstärke, Tonhöhe und Parameter – und sogar Gesang, Drums und Bass trennen. Exportieren lässt sich der komplette Song, einzelne Stems oder ein ausgewählter Ausschnitt. Und man kann sogar eigene Plugins entwerfen.

Felix Hartmann: In der Community löst das offenbar echte Begeisterung aus. Ein Nutzer schreibt, das sei verrückt, er müsse wieder Musik machen und verabschiedet sich von seinen bisherigen Programmen. Das ist allerdings eine einzelne, nicht verifizierte Meinung. Und offen bleibt laut Suno selbst noch einiges: die genauen Zugangsvoraussetzungen, der Vergleich zu anderen Programmen, Download-Limits – und ob alte Projekte sich in Version zwei öffnen lassen.

Lena Vogel: Von der Produktion zurück zur Darstellung: ChordViz ist ein visueller Arbeitsbereich für Musiklehrer und Kreative, der Live-MIDI und Audio in Akkord-, Noten- und audio-reaktive Visuals verwandelt. Für Live-Auftritte lässt sich das Programm zu OBS, TouchDesigner und Resolume streamen.

Felix Hartmann: Das Interessante ist die Echtzeit-Akkorderkennung, die Voicings benennt – also Erweiterungen, Umkehrungen und Slash-Akkorde benennt, wie C-maj-9-11 oder E-flat über G. 18 Widgets, von Klaviatur und Notensystem bis zum Spektrum und Stereometer, lassen sich in einem wiederverwendbaren Dashboard anordnen. Und es läuft als eigenständige Anwendung auf Mac und Windows, ohne DAW.

Lena Vogel: Der Erbauer sagt, er sei Jazz-Pianist und Informatiker geworden und habe jahrelang nach Software zur Visualisierung von Harmonie gesucht, immer mit Problemen – und ChordViz sei das Ergebnis. Er kündigt an, noch viel bauen zu wollen, und bittet um Feature-Ideen.

Felix Hartmann: Gesetzt wird auf Videoaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde, Stereo-Ton mit hoher Auflösung oder Standard-MIDI mit Tempo und Takt. VST3- und Audio-Unit-Instrumente lassen sich einbinden, drei gesampelte E-Pianos sind enthalten. Die App kostet nach sieben kostenlosen Tagen einmalig 29 Dollar inklusive lebenslanger Updates. Wobei das alles Herstellerangaben sind – wie robust die Erkennung bei komplexeren Arrangements ist, bleibt offen.

Lena Vogel: Weiter mit BrowserAct Cloud – einem Werkzeug, das Scraping deutlich einfacher machen soll. Statt Selektoren, Browser-Schritten und Wartung von Pagination beschreibt man einfach in natürlicher Sprache, was man braucht. Ein KI-Agent baut daraus einen wiederverwendbaren Bot, testet ihn in einem echten Cloud-Browser und soll ihn laut Produkttext auch weiterlaufen lassen, wenn sich Seiten ändern.

Felix Hartmann: Der Launch stammt von einer Nutzerin, die sich als Senior Marketing Operations vorstellt und das als ihren zweiten Launch beschreibt. Zielgruppen sind Operatoren, Gründer, Growth-Teams, Forscher und Automatisierungs-Bauer – etwa für Produkt- und Lieferantenrecherche, Lead-Generierung oder Wettbewerbs-Analysen. Die Ergebnisse kommen strukturiert als CSV oder JSON, per API oder Webhook, oder direkt in Make, n8n und Zapier.

Lena Vogel: Die Infrastruktur ist verwaltet: echte Chromium-Browser, globale Residential-Proxies, automatische CAPTCHA-Lösung unter anderem für reCAPTCHA, Turnstile und DataDome, frische oder persistente Browser-Identitäten und Rund-um-die-Uhr-Planung.

Felix Hartmann: Dokumentiert ist auch ein Beispiellauf: die Top 20 Amazon-Listings für kabellose Kopfhörer, in rund zweieinhalb Minuten für drei Credits. Die Ergebniszeilen zeigen etwa die Sony WH-1000XM5 für 348 Dollar mit Bewertung 4,5 und auf Lager, und Apple AirPods Max für 529 Dollar mit 4,6 und nur noch acht Stück verfügbar. Beim Launch gibt es 1.500 Credits bei der Anmeldung, und laut Website gibt es mit jedem Abo Test-Credits.

Lena Vogel: Dann zu Basedash Tasks – einem Research Preview, also einem ersten Ausblick auf eine KI-Schicht auf der BI-Plattform Basedash. Die liest Unternehmensdaten wie Umsatz, Churn, Aktivierung und Pipeline – und erstellt daraus einen priorisierten Aufgaben-Backlog. Der Gründer und CEO Max Musing sagt, Dashboards zeigten, was passiert sei, aber nicht, was zu tun sei – diese Lücke schließe Tasks.

Felix Hartmann: Jede Aufgabe enthält also die Begründung, warum jetzt gehandelt werden sollte, mit Belegen aus den echten Daten, dazu die erwartete Auswirkung in ungefährer Größenordnung und Schritt-für-Schritt-Anweisungen. Als Beispiele nennt Basedash etwa die Rückgewinnung von 214 Testversionen, die vor dem Verbinden einer Datenquelle abgebrochen haben, und das Verfolgen von zwölf überfälligen Rechnungen über 86.000 Dollar.

Lena Vogel: Erledigen lassen sich die Aufgaben auf verschiedenen Wegen: in Linear kopieren, an Agenten wie Claude, ChatGPT oder Cursor übergeben, oder direkt vom Basedash-Agenten ausführen. Nach Abschluss verfolgt Basedash laut Musing die Kennzahlen, die die Aufgabe bewegen sollte, und speist die Ergebnisse in die nächste Runde ein – Maßnahmen, die etwas bewirkt haben, werden ausgebaut, wirkungslose abgewertet. Er berichtet, Basedash habe Tasks monatelang auf sich selbst angewendet.

Felix Hartmann: Allerdings gilt: Die Impact-Verfolgung und die Lernseite sind laut Hersteller früh und aktiv in Entwicklung, es seien grobe Kanten zu erwarten, und Feedback lenkt die Richtung. Und durchgehend handelt es sich um Herstellerangaben, nicht um unabhängig verifizierte Ergebnisse.

Lena Vogel: Zum Schluss oxpecker – ein Entwickler-Tool, das man am ehesten als Dependabot für die APIs beschreiben kann, die man selbst aufruft. Es überwacht API-Spezifikationen von 68 Anbietern und zeigt im Pull Request genau an, welche Zeile im eigenen Code durch eine Änderung bricht. Etwa: eine Datei in der Billing-Abteilung ruft einen Endpoint auf, der im März entfernt wird. Sechs andere Produkte melden nur vage, dass ein Anbieter etwas geändert hat – oxpecker nennt Datei und Zeile.

Felix Hartmann: Der Entwickler sagt, er habe es gebaut, nachdem sein Team zum dritten Mal von einem Kunden statt vom Anbieter von einer API-Änderung erfahren hatte. Typisch ist das Muster: Ein Feld wird abgekündigt, ein Endpoint entfernt oder ein Parameter verpflichtend. Der Code kompiliert weiter – und bricht erst in Produktion.

Lena Vogel: Und die gemessene Zahl zeigt, wie real das Problem ist: Bei 30 Anbietern mit verifizierbarer Historie gab es in den letzten zwölf Monaten 917 Breaking Changes – im Schnitt etwa einer alle zehn Stunden, davon 368 allein bei Cloudflare. Insgesamt zählt das Register über 2.000 Änderungen im Jahr, also im Schnitt 67 pro Anbieter.

Felix Hartmann: Wichtig zur Einordnung: Rund die Hälfte des Registers veröffentlicht keine öffentliche Spezifikations-Historie, die 917 sind also eine Untergrenze. Verfügbar ist das Tool einladungspflichtig, es läuft als GitHub Action, der Quellcode verlässt die eigene CI nicht, und es öffnet nur einen überprüfbaren Pull Request – automatisch gemergt wird nichts. Und wenn der eigene Anbieter fehlt, lässt er sich per E-Mail ergänzen.

Lena Vogel: Eine interessante Idee aus dieser Vorstellung: eine App namens Buply, die verlorene Haustiere wieder mit ihren Besitzern zusammenbringen will – über die Nase des Tiers. Statt Chip oder Halsband soll der einzigartige Nasenabdruck des Hundes wie ein menschlicher Fingerabdruck funktionieren.

Felix Hartmann: Das klingt nach Biometrie für Tiere. Die Besitzer legen demnach ein detailliertes Profil an – Rasse, Farbe, Merkmale, auch die medizinische Vorgeschichte. Findet jemand ein verlorenes Tier, kann er den Nasenabdruck scannen, das Profil einsehen und die Besitzer über einen Chat im App kontaktieren.

Lena Vogel: Und die Macher sprechen selbst von einer der ersten Pet-Biometrie-Apps. Nach ihren Angaben läuft das Ganze derzeit noch als TestFlight-Beta und unterstützt vorerst nur Hunde – Katzen sind geplant.

Felix Hartmann: Wichtig ist aber: Das sind alles Herstellerangaben, unabhängig belegt ist davon noch nichts. Und die angegebene Produkt-Website zeigte zum Zeitpunkt der Erfassung nur eine Zwischenseite. Das langfristige Ziel des Teams ist eine einzige Plattform für Sicherheit, Gesundheit, Adoption und Alltagsdienste – doch zu Preisen oder einer regulären Veröffentlichung außerhalb der Beta macht der Eintrag keine Angaben.

Lena Vogel: Und sie fragen die Community offen: Würden wir Nasenabdruck-IDs überhaupt nutzen? Was braucht man zuerst, wenn ein Tier verschwindet? Und was ist an der Idee verwirrend oder fehlt noch? Eine spannende Frage, gerade weil die eigentliche Hürde ja nicht der Scan ist, sondern ob Menschen ein verlorenes Tier überhaupt auf diese Weise melden.

Lena Vogel: Und damit sind wir am Ende – von Googles Gemini-Update über den kostenlosen Coding-Agenten bis zur Musik-Software und dem Produktsprung für die Woche.

Felix Hartmann: Ein paar Highlights für unterwegs: Port22 steuert Coding-Agenten vom iPhone aus, Hoplite will lokale Setups in die Cloud heben, und bei Suno wartet mit Studio 2.0 das bisher größte Update.

Lena Vogel: Dazu Pet-Sicherheit mit Buply, ein Tool, das API-Änderungen von 68 Anbietern im Blick behält, und Basedash als KI-Schicht auf Unternehmensdaten.

Felix Hartmann: Viel Nährstoff für die eigene Tasche. Tschüss und bis bald!