0812 | Bullet: a coding agent built to cut the wait out of agent runs

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In dieser Folge werden neun neue KI- und Mac-Tools vorgestellt, von Coding-Agenten über Sicherheitslösungen bis zu praktischen Alltagshelfern. Zu Beginn geht es um Bullet, einen Coding-Agenten, der bis zu sechzig Prozent schneller arbeiten soll als Claude Code und Codex, sowie um AMP, eine Plattform, die Produktions-Logs überwacht und selbstständig Fix-Pull-Requests erstellt. Weiter geht es mit ScreenMark, einer macOS-App zum Live-Annotieren mit Smartphone-Fernbedienung, und Octomind Cloud, das

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:49 Bullet: der schnellere Coding-Agent
  • 00:02:53 AMP: autonome Produktions-Überwachung
  • 00:04:39 ScreenMark: Live-Annotation mit Smartphone-Fernbedienung
  • 00:06:23 Octomind Cloud: Agenten in der Cloud statt auf dem Laptop
  • 00:08:29 Tines 3B: sichere Umgebung für KI-Agents
  • 00:10:15 BetterClaw: No-Code-Agenten mit Freigabeprinzip
  • 00:12:10 Gotcha: Open-Source-Copilot auf dem Android-Gerät
  • 00:14:11 Equitybee Benchmark: Startup-Aktienoptionen im Marktvergleich
  • 00:15:58 Switchy: eine Tastatur für alle Macs

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Transcript

Lena Vogel: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Product Hunt täglich. Ich bin Lena Vogel, und heute begleitet mich wieder Felix Hartmann.

Felix Hartmann: Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr dabei seid. Wir haben heute wieder ein paar richtig spannende Produkte im Gepäck – ein Coding-Agent, der angeblich schneller arbeitet als Claude Code, und die erste Anfrage-Prüfung für ein Werkzeug, das Agenten in einer eigenen sicheren Umgebung laufen lassen will.

Lena Vogel: Und dazu haben wir die vollständige Vorstellung einer Mitigationsplattform, die automatisch eingreifen soll, eine macOS-App für Live-Bildschirmannotationen und sogar ein Clipboard-Werkzeug für Mac-Nutzer. Klingt breit gemischt, oder?

Felix Hartmann: Definitiv. Da ist für jeden etwas dabei – von KI-Assistenten über Start-up-Tools bis hin zu praktischen Alltagshelfern für den Mac. Bleibt dran!

Lena Vogel: Fangen wir bei Bullet an, einem Coding-Agenten, der laut Herstellerangaben deutlich schneller arbeiten soll als die beiden bekannten großen Konkurrenten Claude Code und Codex – und zwar zwischen dreißig und sechzig Prozent schneller. Das Team nennt dabei einen ganz konkret benannten Schmerzpunkt: Entwickler, die stundenlang auf ihre Agent-Läufe warten. Und interessant ist, dass sie die Ursache dafür gar nicht in den Modellen sehen, sondern in zu schweren Abläufen. Bullet wählt pro Prompt automatisch Modell und Reasoning-Level, führt Such- und Lesevorgänge sowie Befehle parallel aus und sucht gezielt im Code, statt das ganze Repository einzubetten.

Felix Hartmann: Und dieser Ansatz soll sich auch in den Benchmark-Zahlen niederschlagen. Auf dem bekannten SWE-bench Verified nennt der Hersteller 95,8 Prozent – damit läge man unter den Top Drei – bei lediglich 119 Sekunden pro Aufgabe. Das Tool läuft mit bestehenden Claude-Code- oder Codex-Abonnements, mit API-Keys oder komplett lokal auf dem Gerät. Verfügbar ist es als Kommandozeilen-Tool für macOS und Linux mit Node ab Version 18, und es heißt, man könne kostenlos starten, ohne dass ein Schlüssel nötig ist.

Lena Vogel: Gebaut wurde Bullet von einem Team aus Yale-Absolventen der Informatik mit Hintergründen bei AppLovin und Citadel, laut Website unterstützt von Y Combinator. CEO Adi Kulkarni und CTO Alex Sima beschreiben, dass Bullet aus eigener Frustration entstanden ist und intern selbst genutzt wird – Sima drückt es so aus, dass er nicht mehr zu Claude Code zurückgehen könnte. In der Diskussion testet gerade ein Nutzer das Tool, ein anderer sagt, der Engpass sei inzwischen die Geschwindigkeit, nicht mehr die Qualität.

Felix Hartmann: Offen bleiben aber auch Fragen. Auf die Nachfrage, ob Bullet Nutzungslimits streckt oder Token einspart, gibt es im vorliegenden Material keine Antwort. Und ein Kommentator zögert mit Blick auf die Token-Kosten – Claude Code schlägt mit 200 Dollar im Monat zu Buche, die eigenen Token-Ausgaben liegen bei dreitausend bis viertausend Dollar. Das bleibt also abzuwarten, bevor man das als klaren Gewinn verbucht.

Lena Vogel: Kommen wir zu AMP, der Autonomous Mitigation Platform von CanyonTechs AI. Das ist hier das einzige Produkt mit wirklich ausführlichem Quellenmaterial, und die Zielgruppe ist schnell beschrieben: Ingenieure, die wegen Produktionsstörungen nicht mehr nachts aufwachen sollen. Laut Mahendra, dem Founder bei Canyon Technologies, überwacht die Plattform kontinuierlich die Produktions-Logs, erkennt Incidents und legt dann automatisch Jira- oder GitLab-Tickets an.

Felix Hartmann: Und sie bleibt dabei nicht stehen, sondern generiert gleich den Fix – der Hersteller spricht von einer Trefferquote von über achtzig Prozent – und reicht einen Pull Request zur Überprüfung ein, ohne dass jemand sie dazu auffordert. Das ist genau der Unterschied zu klassischen Code-Assistenten: Die warten auf eine Anfrage, AMP arbeitet autonom rund um die Uhr. Zertifiziert ist es derzeit für Java, Python, TypeScript, Node.js und Rust, die Zertifizierung weiterer Sprachen sei in Arbeit.

Lena Vogel: Versprochen werden außerdem kein direkter Produktionszugriff, keine Installation, und der Mensch bleibt per Default im Loop. Der Start ist kostenlos, und in der Launch-Phase gibt es mit einem Aktionscode drei Monate gratis auf jedem Monatsplan.

Felix Hartmann: Bei aller Zuversicht sollten wir aber die Einschränkungen nicht übersehen. Die achtzigprozentige Fix-Quote ist eine Selbstauskunft des Herstellers, keine unabhängig verifizierte Messung. Als Community-Diskussion liegt bislang nur der Beitrag des Gründers selbst vor – unabhängige Nutzererfahrungen fehlen im Quellenmaterial. Und die verlinkte Produktwebsite zeigte beim Abruf nur einen Platzhalter, sodass weitere Details nicht geprüft werden konnten. Die nächsten sinnvollen Signale wären unabhängige Tests der Fix-Qualität, Belege zur Sprachenzertifizierung und Erfahrungsberichte von Teams, die AMP mit echten Logs betreiben.

Lena Vogel: Weiter mit ScreenMark, einer App für die macOS-Menüleiste, mit der man den Bildschirm live annotieren kann – mit Zoom, Whiteboard-Overlay, Einfrieren des Bilds und Bildschirmaufnahme. Als Zielgruppe nennt der Anbieter Lehrkräfte, Präsentierende und Entwickler. Der Maker begründet das Produkt mit einem sehr konkreten Erlebnis: Bei Mac-Präsentationen musste er ständig am Cursor wackeln, um auf Details zu zeigen – bestehende Annotationstools deckten diese Bewegung nicht ab, weg von der Tastatur, hin zum Bildschirm, ohne Highlight, Zoom oder Zeichnen zu verlieren.

Felix Hartmann: Diese Lücke schließt besonders die kostenlose iPhone-Begleit-App, die als Fernbedienung über das lokale Netzwerk funktioniert, die erste Kopplung läuft über einen vierstelligen Code. Sie löst Cursor-Highlight, Taschenlampe, Zeichnen und Cursor-Bewegung aus. Der Maker nennt sie sein meistgenutztes Feature, und ein Community-Kommentar lobt die Remote-App als das, was das Tool zu einem einzigartig praktischen Werkzeug macht.

Lena Vogel: Zum Umfang gehören Stift- und Form-Werkzeuge mit verschiedenen Strichstärken, ein Weichzeichner, Spotlights, Live-Zoom, Einfrieren des Bilds mit Ausschnitt, ein digitales Whiteboard und ein Pausen-Timer. Die Aufnahmefunktion in der Pro-Version exportiert MP4-Videos inklusive Systemaudio und Mikrofon, wobei die Annotationen direkt ins Video eingebacken werden.

Felix Hartmann: Die Gratis-Version deckt die Menüleisten-Steuerung und die Kern-Annotation ab. Pro kostet einmalig gut dreißig Dollar – oder im Monats- beziehungsweise Jahresabo, wobei das Jahresabo deutlich günstiger ist und berechtigte Neukunden eine Testwoche bekommen. Damit ergänzt Pro Aufnahme, Live-Zoom und die Cursor-Highlight-Werkzeuge.

Lena Vogel: Und zum Schluss Octomind, das mit Cloud und Hub eine Ergänzung zum bisherigen Open-Source-Runtime vorstellt. Statt den Agenten selbst zu betreiben, startet man ihn jetzt in der Cloud. Die Kernaussage des Makers lautet: Agenten sind langlaufende Prozesse, aber Laptops sind keine langlaufenden Maschinen. Man wählt eine Maschine, übergibt eine Aufgabe, schließt den Laptop – und setzt die Session später auf jedem Gerät fort.

Felix Hartmann: Getestet wurde das laut Selbstauskunft, indem man mitten im Arbeitsschritt Browser abgebrochen hat, bis kein einziges Byte verloren ging. Ein Community-Kommentar lobt genau diese Session-Persistenz. Zielgruppe sind Entwickler mit langlaufenden Aufgaben wie Refactorings, Migrationen, Recherchen oder Batch-Jobs. Der Hub bündelt Modelle hinter einem Login – der Maker nennt 21 integrierte Modelle, die Überschrift spricht von 27 – und ein zentraler Schlüssel deckt Maschinen, Sessions, Dateien und Nutzung ab.

Lena Vogel: Als Motivation für den Cloud-Weg nennt der Maker nebenbei auch API-Keys, die über mehrere Dashboards verstreut waren, und eine beinahe öffentlich gewordene Umgebungsdatei. Bei den Leistungszahlen heißt es, das Modell glm-5.2 habe 24 von 25 Aufgaben im real-PR-Benchmark gelöst und liege damit laut Maker und Website vor Claude Code mit Opus und vor Codex – enthalten in jedem kostenpflichtigen Plan. Wichtig ist: Auch das sind Herstellerangaben ohne unabhängige Prüfung.

Felix Hartmann: Preislich startet ein Gratis-Tier ohne Kreditkarte und Einladung mit einer kleinen Maschine, drei Modellen und zehn Gigabyte Speicher. Danach geht es mit zehn Dollar im ersten Monat weiter und anschließend mit zwanzig Dollar pro Monat. Abgerechnet wird pro Sekunde – eine typische fünfminütige Leerlaufphase schlägt laut Angabe mit etwa einem Viertel Cent zu Buche. Und es gibt sichtbare Caps für vier Stunden. Das ist insgesamt ein cleveres Modell für genau die Entwickler, die Agenten nicht mehr auf ihrem eigenen Rechner laufen lassen wollen, sondern dort, wo Sessions auch mal über Nacht überleben können.

Lena Vogel: Lass uns mit Tines 3B weitermachen. Das Team vermarktet es als sichere Umgebung für Agents, Apps und Automatisierungen. Stephen, Head of Product und Mitentwickler, beschreibt das zugrundeliegende Problem als „wild code“ – also KI-generierte Arbeit, die schnell gebaut ist, sich aber oft über hartcodierte API-Schlüssel im Klartext verbindet und in unisolierten Containern läuft. Das bringt Sicherheits-, Finanz- und operative Risiken mit sich.

Felix Hartmann: Und genau da setzt Tines 3B an: Es ist code-first und KI-nativ. Nach Herstellerangabe läuft der Code isoliert, und die Zugangsdaten werden zur Laufzeit von einem Proxy außerhalb des Codes eingespielt – so sieht die KI sie nie. Alles, was ausgerollt wird, ist zentral auditier- und überwachbar. Als Basis nennt der Hersteller acht Jahre Workflow-Erfahrung mit Kunden wie Reddit, Coinbase und Databricks. Erhältlich ist die Explore Edition mit drei Live-Workflows, unbegrenzten Nutzern, Spaces und Connectors.

Lena Vogel: Wie kommt es in der Praxis an? Kommentatoren berichten, dass man ohne API- oder Webhook-Kenntnisse Workflows bauen kann. Ein RevOps-Team sieht jeden Use Case als lösbar, eine Marketerin hat drei Systeme für Kampagnen-Performance, Spend und Pipeline verbunden. Was einige besonders betonen: Ein Workflow live zu schalten, bleibt für IT und Security sichtbar – Guardrails statt Baustopp.

Felix Hartmann: Ein Nutzer will zuerst die Credential-Isolation testen. Ein anderer sieht darin Schutz für interne Tools, die man mit Claude oder Cursor gebaut hat und Monate später wiederspricht. Es bleibt aber eine offene Frage im Raum: Was verhindert, dass KI-generierter Code die über den Proxy angeforderten Zugangsdaten für unbeabsichtigte Aktionen nutzt – und gibt es dafür granulare Kontrollen? Diese Frage lässt das Material noch unbeantwortet.

Lena Vogel: Weiter zu BetterClaw – das ist eine No-Code-Plattform für KI-Agenten. Der Hersteller verspricht, dass sie in sechzig Sekunden einsatzbereit sind, auf Zeitplan laufen und sich per OAuth verbinden – mit über fünfundneunzig Integrationen, darunter Gmail, Slack, HubSpot, GitHub, Jira, Meta Ads und Linear. Einsatzgebiete laut Anbieter: Inbox-Triage, Morgen-Briefings und Monitoring.

Felix Hartmann: Das Kernkonzept ist nett gemacht: Agenten starten als „Intern“, die vor jeder Aktion fragen, und werden später zu „Specialist“ und „Lead“ befördert. Die Secrets sind laut Website AES-256-verschlüsselt und werden nach fünf Minuten aus dem Agentengedächtnis entfernt. Und es gibt BYOK ohne Aufschlag: Mit den kostenlosen Modellen von Gemini, OpenRouter oder Groq sei die Gesamtkostenlage genau null Dollar. Dazu ein Free-Plan ohne Kreditkarte – versprochen wird: kein Docker, kein YAML, kein VPS.

Lena Vogel: Positioniert wird BetterClaw explizit als OpenClaw-Alternative, und der Free-Plan soll jedes OpenClaw-Skill ausführen. Mitentwickler Shabz berichtet, er habe Hunderte im OpenClaw-Subreddit beim Setup begleitet – und genau da sieht er den Hebel: Die Infrastruktur mit Docker und Config-Dateien habe viele Nutzer verlieren lassen.

Felix Hartmann: Und die Community-Erfahrungen bestätigen das. Ein Nutzer beschreibt einen Gmail-Triage-Agenten auf einem kostenlosen Gemini-Schlüssel: Setup in rund neunzig Sekunden, seit elf Tagen aktiv, nach Tag vier zum Specialist befördert. Den Modellwechsel auf Groq oder Sonnet hat er in etwa zehn Sekunden geschafft – ohne Preisänderung, weil BetterClaw nicht im Billing-Pfad sitzt. Ein anderer Nutzer hat in rund zwei Minuten ein Acht-Uhr-Briefing aus Kalender und Slack eingerichtet. Offen bleiben im Material Fragen, nach welchen Kriterien die Beförderung vom Intern zum Specialist passiert und ob ein Specialist wieder Intern werden kann.

Lena Vogel: Weiter geht es mit Gotcha – von den Machern als der weltweit erste AI Copilot für Android beworben, und öffentlich lizenziert unter AGPLv3. Der Punkt: Es soll per natürlicher Sprache Aktionen auf dem Smartphone ausführen, statt wie herkömmliche Chat-Assistenten nur Text zu liefern. Mitgründer Rishabh sagt, die meisten mobilen KI-Assistenten seien nur vergoldete Textboxen – man müsse Kalender, Apps oder Termux-Skripte weiter manuell bedienen.

Felix Hartmann: Gotcha will genau diese Lücke schließen, ohne private Gerätedaten über proprietäre Cloud-Server zu schicken. Die Zielgruppe sind Android-Nutzer ab Android elf, die ein lokal laufendes, handelndes Assistenzsystem wollen. Technisch arbeitet es mit einem agentischen Loop aus Planen, Ausführen, Beobachten und Anpassen, nutzt die Android Accessibility Services für UI-Automation und kann in Termux Bash, Python, Git oder curl ausführen.

Lena Vogel: Wichtig ist der Sicherheitsrahmen: Es gibt zwei Modi. Der Monitor-Modus bietet über vierzig reine Lese-Tools – er kann weder Nachrichten senden noch Einstellungen ändern. Der Operator-Modus schaltet alle über hundert Tools frei, begrenzt durch explizit erteilte Berechtigungen. Vier Berechtigungsstufen reichen von Alltagsfunktionen bis zum Root-Zugriff; auf nicht gerooteten Geräten schlagen Root-Aktionen bewusst fehl. Dazu kommen explizite Berechtigungsabfragen, ein Audit-Log, das nur angehängt werden kann, und verschlüsselte Anmeldedaten.

Felix Hartmann: Bei den Modellen ist man flexibel: lokale Modelle über Ollama, LM Studio oder llama.cpp mit Qwen 2.5, oder Cloud-Modelle wie Gemini 1.5 Flash, Groq und OpenAI. Integriert sind unter anderem Home Assistant, Notion, Kontakte, SMS und Health Connect – und die Sprachsteuerung läuft über ein eigenes System namens Samosa AIR, das Sprachverstehen, Texterkennung und Sprachausgabe kombiniert. Der große Hebel ist also ein lokal laufender Assistent, der wirklich etwas tut.

Lena Vogel: Zum Schluss das Equitybee Benchmark. Das ist ein neues, kostenloses Tool von Equitybee für US-Startup-Angestellte, um die eigenen Aktienoptionen mit dem Markt zu vergleichen. Mitgründer und CEO Oren schreibt in der Launch-Ankündigung, die Basis seien mehr als neuntausend verifizierte Neuzugangs-Optionsgrants von über zweitausendfünfhundert US-Startups.

Felix Hartmann: So funktioniert es: Du wählst Abteilung, Senioritätslevel und Unternehmensphase, und siehst dann das fünfundzwanzigste Perzentil, den Median, das fünfundsiebzigste Perzentil sowie den durchschnittlichen fairen Marktwert der Grants in dieser Vergleichsgruppe. Gedacht ist es laut Hersteller für die Bewertung von Jobangeboten, den Vergleich von Optionen und die Vorbereitung auf Gehaltsgespräche – ausdrücklich nicht als Prognose des späteren Optionswerts. Und es richtet sich an Angestellte, nicht an HR-Teams.

Lena Vogel: Man sollte aber die Einschränkungen im Blick behalten: Der Datensatz wurde laut Anbieter nicht unabhängig verifiziert, dient nur zu Informationszwecken und wird „wie besehen“ bereitgestellt. Aus der Community-Diskussion bleiben auch Fragen offen – etwa ob weitere Vergleichsdimensionen wie Branche oder Unternehmensbewertung geplant sind, und ob ein „Reverse-Lookup“ für Gründer kommen soll, der aus einem Achtzehn-Monats-Einstellungsplan die benötigte Optionspool-Größe ableitet.

Felix Hartmann: Was das Tool spannend macht, ist der Kontext, den Equitybee auf seiner Website ausbreitet: Fallstudien nennen einen Wiz-Mitarbeiter mit über fünfeinhalb Millionen Dollar bei einer Akquisition, Groq-Mitarbeiter mit fast drei Millionen Dollar plus und fünfundsiebzig Prozent Upside, sowie einen Circle-Mitarbeiter – alle im Rahmen solcher Optionspakete. Für jemanden, der gerade ein Startup-Angebot abwägt, gibt es damit endlich eine Vergleichsbasis. Und der Faden geht hier direkt weiter zum nächsten Teil.

Lena Vogel: Es gibt da eine neue kleine macOS-App namens Switchy, die sich um ein echtes Alltagsproblem kümmert: Magic Keyboard, Magic Trackpad und Magic Mouse zwischen mehreren Macs hin- und herzuschalten. Die App sitzt in der Menüleiste und wechselt per Klick über das lokale Netzwerk.

Felix Hartmann: Genau das nervt viele, die mit mehreren Rechnern arbeiten. Normalerweise müssen diese Geräte ja jedes Mal manuell getrennt und neu verbunden werden, oder man greift zum Kabel. Der Entwickler erzählt im Community-Thread sogar, dass Kollegen sich pro Computer ein eigenes Trackpad gekauft haben, weil das Umschalten so lästig war.

Lena Vogel: Interessant dabei: Switchy erkennt andere Macs, auf denen die App ebenfalls läuft, automatisch. Man muss sie also auf jedem beteiligten Rechner installieren – ab macOS Sonoma. Aber man braucht nur einen einzigen Satz Magic-Zubehör und kann damit zwischen Arbeit und privatem Mac springen.

Felix Hartmann: Und es gibt eine Antwort auf die typische Preisfrage: Drei Tage kann man die Vollversion kostenlos testen, danach zahlt man einmalig knapp 13 Dollar. Die Lizenz gilt für bis zu fünf Macs gleichzeitig, und die Slots lassen sich wieder freigeben, wenn man ein Gerät deaktiviert. Installieren geht übrigens auch bequem über die Paketverwaltung Homebrew.

Lena Vogel: Für alle, die Bedenken wegen der Privatsphäre haben: Das Umschalten passiert laut Anbieter rein lokal, keine Schaltdaten verlassen die Geräte. Externe Verbindungen gibt es nur für die Lizenzaktivierung und die Update-Checks. Keine Analysen, kein Tracking, keine Konten – klingt angenehm unaufdringlich.

Felix Hartmann: Eine offene Frage bleibt allerdings: In den Kommentaren fragt jemand, ob man den Umschalt-Shortcut selbst konfigurieren kann oder ob er fest verdrahtet ist – mit starren Tastenkürzeln hat derjenige offenbar schlechte Erfahrungen gemacht. Die Antwort darauf bleibt die Produktseite uns schuldig, soweit man sehen kann.

Lena Vogel: Das war's für heute. Von Bullet, dem schnelleren Coding-Agenten, über Apples Werkzeug für macOS-Annotationen bis hin zum Equitybee Benchmark für Startup-Beschäftigte – wir hoffen, ihr habt ein paar nützliche Funde mitgenommen.

Felix Hartmann: Besonders lohnen dürfte sich ein Blick auf AMP von Camunda, die Plattform zur automatisierten Schadensabwehr, und auf BetterClaw, das No-Code-Tool für KI-Agenten, das in 60 Sekunden einsatzbereit sein soll.

Lena Vogel: Genau. Gebt uns gern Feedback dazu, was euch gefallen hat. Bis zum nächsten Product-Hunt-Briefing – macht's gut!