
0810 | Product Hunt: Argos, Soup CLI, Grok Imagine 2.0 & DuckDisk
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In dieser Folge werden neun neue Produkte und Tools vorgestellt. Argos ist ein Browser-Agent, der Aufgaben direkt in den eigenen, angemeldeten Accounts erledigt und dabei lokal bleibt. Soup CLI erlaubt das Fine-Tuning eines 8B-Modells auf einer 4-GB-Laptop-GPU per Layer-Streaming. Grok Imagine 2.0 bringt schärfere Textdarstellung und Regionen-Editierung per „Magic Wand“ für die Bildgenerierung. DuckDisk ist ein freier, quelloffener macOS-Speicheranalysator mit tabellenbasierter Baumansicht. Work
Zeitleiste
- 00:00:00 Einleitung
- 00:00:46 Argos: Browser-Agent für angemeldete Konten
- 00:02:21 Soup CLI: Fine-Tuning auf 4-GB-Laptop-GPU
- 00:04:04 Grok Imagine 2.0: Bildgenerierung mit Regionen-Editierung
- 00:05:31 DuckDisk: Open-Source-Speicheranalysator für macOS
- 00:07:15 Workflo: automatisch vorbereitete Mac-Fenster
- 00:09:23 AgentConnect: Open-Source-Hub für Teams und KI-Agenten
- 00:11:12 SoloUno: gamifizierte Selbsthilfe gegen BFRB
- 00:13:03 Macrobite: Foto- und Sprach-Makro-Logging
- 00:14:54 Proxy Tester: Proxy-Benchmark gegen echte URLs
Weitere Links
- Argos - Bri Product Hunt
- Soup CLI - Bri Product Hunt
- Grok Imagine 2.0 - Bri Product Hunt
- DuckDisk - Bri Product Hunt
- Workflo - Bri Product Hunt
- AgentConnect - Bri Product Hunt
- SoloUno - Bri Product Hunt
- Macrobite - Bri Product Hunt
- Proxy Tester by ScrapeOps - Bri Product Hunt
Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.
Transcript
Lena Vogel: Hallo und herzlich willkommen zu Bri, eurem täglichen Product-Hunt-Überblick. Ich bin Lena Vogel.
Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Heute haben wir wieder viel Spannendes für euch – von Browser-Agenten über KI-Bildgeneratoren bis hin zu Tools für eure Workspace-Automation.
Lena Vogel: Genau, wir werfen einen Blick auf Argos, einen Browser-Agenten, der Aufgaben nicht nur erklärt, sondern auch umsetzt. Und auf Soup CLI, mit dem ihr ein Sprachmodell direkt auf eurem Laptop feintunen könnt.
Felix Hartmann: Außerdem geht es um Grok Imagine 2.0, einen neuen KI-Bildgenerator, und um DuckDisk, einen freien Speicher-Analysator für den Mac. Dazu kommen noch Automation, Agenten-Plattformen und mehr – bleibt dran.
Lena Vogel: Weiter im Überblick mit Argos — einem Browser-Agenten, der nach Herstellerangaben nicht nur erklärt, wie etwas geht, sondern es auch wirklich ausführt. Er arbeitet direkt im Browser und nutzt die eigenen, bereits angemeldeten Accounts: klickt, tippt, füllt Formulare aus und erledigt echte Aufgaben — live, während man zusieht, oder im Hintergrund.
Felix Hartmann: Anfragen stellt man über eine Seitenleiste oder per Telegram und WhatsApp, das Ergebnis gibt es als fertige Datei zurück. Nativ läuft Argos in Gmail, Docs und Sheets, dazu gibt es Verbindungen zu GitHub, Slack und Notion. Der Einstieg ist frei, und die Daten sollen laut Hersteller auf dem eigenen Gerät bleiben.
Lena Vogel: Das zugrunde liegende Problem, das der Hersteller beschreibt: KI-Tools liefern eine gute Antwort, aber das eigentliche Erledigen — zwischen Tabs kopieren, Formulare ausfüllen — bleibt am Nutzer hängen. Argos soll diese Lücke schließen, indem es als Nutzer handelt, nicht nur für ihn.
Felix Hartmann: Die größte Herausforderung nennt er Vertrauen: Ein Agent mit echtem Account-Zugriff müsse sicher sein. Deshalb läuft alles lokal, und destruktive Aktionen stoppen und fragen vorher nach.
Lena Vogel: Zur Einordnung: Argos ist laut Hersteller eine modifizierte, umbenannte Version eines früheren Projekts — gleiches Team, gleiches Produkt, neuer Name. Unter dem alten Namen „Lyto“ taucht es teils noch auf, etwa im Chrome-Web-Store; das Rebranding soll demnächst überall durchgezogen werden.
Felix Hartmann: Offen bleibt eine Frage aus der Community: Wie verifiziert Argos, dass ein Klick oder eine Formulareingabe tatsächlich angekommen ist? Diese Antwort steht aus.
Lena Vogel: Dann Soup CLI — ein Kommandozeilentool zum Fine-Tuning eines 8B-Modells auf einer Laptop-GPU mit nur 4 Gigabyte. Der Entwickler sagt, er habe es gebaut, weil er selbst nur ein 4-Gigabyte-Notebook besitzt und Modelle feintunen wollte, die nicht hineinpassen.
Felix Hartmann: Der Trick: Bei LoRA bleibt das Basismodell eingefroren und wird nur gelesen. Deshalb hält Soup es im System-RAM und streamt es Layer für Layer in die GPU — der Spitzenbedarf im Grafikspeicher sinkt von einem ganzen Modell auf einen einzelnen Layer.
Lena Vogel: Seine publizierte Messung ist Selbstauskunft: Llama 3.1 8B trainiert auf einer RTX 3050 Laptop mit 4 Gigabyte, bei knapp 120 Tokens pro Sekunde und 3,3 Gigabyte Spitzen-VRAM. Unterstützt werden mehrere Trainingsverfahren, dazu Eval, Gating und Export, und die Lizenz ist Apache-2.0.
Felix Hartmann: Kernstück ist laut Entwickler der Korrektheitsnachweis: Streaming könne still scheitern — reißt der Autograd-Pfad ab, sinkt die Loss trotzdem weiter, weil die oberen Layer weiter lernen. Deshalb vergleicht jede Version einen gestreamten Lauf gegen einen residenten und verlangt exakt übereinstimmende Logits.
Lena Vogel: Letzte Woche habe ihm jemand für drei Tage acht H100 geliehen. Dieses Protokoll habe einen Bug in der eigenen veröffentlichten Codebasis gefunden: Ab einer bestimmten Layer-Größe sind die Gradienten still falsch, während die Loss-Kurve gesund aussieht. Das wurde samt Reproducer veröffentlicht — auch Messungen, die sich als falsch herausstellten, liegen offen im Repo.
Felix Hartmann: Offene Frage aus der Community: Gilt der Logit-Abgleich auch bei bereits 4-Bit-quantisierten Modellen? Die Antwort steht noch aus.
Lena Vogel: Weiter zu Grok Imagine 2.0 — laut Hersteller ein „Next-Gen-KI-Bildgenerator mit Segmentierungs-Editierung“. Angekündigt sind deutliche Verbesserungen bei der Instruktionsbefolgung, scharfer Textdarstellung und Typografie, komplexen kohärenten Layouts sowie präziser Regionenbearbeitung per „Magic Wand“.
Felix Hartmann: In der Community wird diese Liste nahezu wortgleich bestätigt. Ein Kommentar lobt wirklich schöne Verbesserungen und ein schärferes, feineres Rendering; ein anderer sieht echte Qualitätsgewinne der letzten Updates.
Lena Vogel: Kritischer heißt es, das Modell sei ehrlich gesagt nicht so mächtig und nah am Hyperrealismus wie die anderen, aber eine gute Ergänzung zur X-Suite. Und ein Nutzer merkt an, es gebe inzwischen so viele gute KI-Bildmodelle, dass die Auswahl schwerfalle — er wünscht sich mehr Fortschritt bei KI-Video-Tools.
Felix Hartmann: Eine offene Frage betrifft die Magic-Wand-Regionenbearbeitung: Bei Produkt- und Werbebildern sei das übliche Problem, dass das Bearbeiten einer Region alles andere subtil verschiebe — Text verzerrt sich, das Layout driftet. Gefragt wird, ob 2.0 unberührte Regionen pixelstabil hält oder maskengeführt komplett neu generiert, und ob die Segmentierungs-Editierung über die API kommt oder vorerst nur in der App.
Lena Vogel: Preise oder konkrete Verfügbarkeitsdetails nennen die Quellen nicht — die verlinkte Produktwebsite zeigte nur eine Schutzseite, sodass dort keine weiteren Details abrufbar waren.
Lena Vogel: Zum Schluss DuckDisk — ein neuer, freier und quelloffener Speicher-Analysator für macOS, mit Tauri, Rust und React gebaut. Er richtet sich laut Entwickler an Nutzer, die wissen wollen, welcher Ordner Speicher belegt, wie viel alloziert ist, wie viele Dateien enthalten sind und welche Dateitypen dominieren — statt nur bunte Karten zu sehen.
Felix Hartmann: Die tabellenbasierte Baumansicht im WizTree-Stil hält Größe, belegten Speicher, Prozentsatz des übergeordneten Ordners, Elementzahlen und Dateityp-Summen sichtbar. Dieselbe Oberfläche scannt lokale Laufwerke, OneDrive, Google Drive und SSH-Server — wobei Cloud-Scans rein metadatenbasiert sind, Dateiinhalte werden nicht heruntergeladen.
Lena Vogel: Version 0.5.9 ist Apple-notarisiert und im Mac App Store erhältlich. Der Store-Build unterstützt lokale Laufwerke, OneDrive und SSH; der notarisierte Direktdownload ergänzt Google Drive und nutzt die System-SSH-Konfiguration. Besonderheiten sind virtualisierte Zeilen, gecachte Ergebnisse und inkrementelle Cloud-Aktualisierungen über Microsofts Delta-Updates.
Felix Hartmann: Die Bereinigung ist zur Prüfung gestuft: Cloud-Löschungen gehen in den Papierkorb, permanente lokale und SSH-Löschungen verlangen explizite Bestätigung.
Lena Vogel: Einschränkungen gibt es auch: Für vollständige Scans ist volle Festplattenzugriffs-Berechtigung nötig, Google Drive verlangt den vollen Drive-Scope, weil Google keine engeren Metadaten-Berechtigungen für Papierkorb-Aktionen erlaubt, und Tokens liegen im Schlüsselbund von macOS.
Felix Hartmann: Ein Nutzer lobt in den Diskussionen die Unterscheidung zwischen belegtem Speicher und Dateigröße — etwa bei sparse files — und spinnt die Frage weiter, ob dieser Ansatz dabei hilft, genau solche Dateien zuverlässig zu erkennen. Damit reichen wir weiter im Gespräch.
Lena Vogel: Fangen wir mit einer Mac-App an, die sich um ein ganz praktisches Problem kümmert: dass dein Schreibtisch nicht bereit ist, wenn du es bist. Workflo nennt der Entwickler Chirag das Tool, und er stellt es gerade auf Product Hunt vor. Die Kernidee: Dein Mac richtet den Arbeitsplatz von sich aus ein, bevor du überhaupt danach fragst. Vor einem Anruf oder einem Fokus-Block werden die richtigen Fenster gestaffelt; wenn du dein Laptop andockst, abdockst oder an einen anderen Monitor hängst, sollen alle Fenster laut Hersteller in unter einer Sekunde wieder an ihrem Platz sein.
Felix Hartmann: Und die Design-Entscheidung dahinter ist ziemlich bewusst gewählt. Die App läuft nur mit der Bedienungshilfen-Berechtigung, also der Accessibility-Erlaubnis. Sie verlangt keine Bildschirmaufnahme und kann strukturell gar nicht sehen, was in den Fenstern steht. Es gibt keine Konten, keine Cloud – deine Desks, Scenes und Regeln liegen als lokales JSON in einem Ordner.
Lena Vogel: Das Argument dahinter: Andere Tools in dem Bereich brauchen Bildschirmaufnahme, meist für Vorschauen. Workflo verzichtet bewusst darauf. Der Preis liegt bei 19,99 Dollar einmalig, mit sieben Tagen Testzeitraum und 20 Prozent Rabatt in der Launch-Woche. Am Ende des Tages vergibt Chirag sogar fünf Gratislizenzen – an jene, deren Feedback die Roadmap am stärksten geprägt hat.
Felix Hartmann: Die App ist übrigens winzig, etwa vier Megabyte, braucht macOS 14 oder neuer und lebt in der Menüleiste. Es gibt Scenes mit abbrechbarem Countdown, einen Kurzbefehl zum Verstecken und Wiederherstellen, einen Layout-Editor und Regeln pro App und pro Startplatzierung. Interessant: Den Kalenderzugriff fragt die App erst an, wenn man tatsächlich einen Kalender-Trigger hinzufügt.
Lena Vogel: Eine Frage aus der Community bleibt offen: Ein Nutzer möchte wissen, ob man eine Regel erstellen kann, die ein bestimmtes Chrome-Profil-Fenster fest auf einen Platz setzt, sobald es das aktive Ziel wird – oder ob Workflo eher Layouts behandelt als einzelne Fensteridentitäten. Das ist also die Frage, ob die App Fenster individuell erkennt oder nur Anordnungen verwaltet. Und die Beta-Stimmen klingen vorsichtig positiv, eine ist von einem Produktmanager, der sein Zehn-Uhr-Treffen nicht mehr vorbereiten muss – aber das bleibt selbstberichtet.
Lena Vogel: Weiter geht es mit einem Thema für alle, die ihre KI-Agenten bisher getrennt in eigenen Terminals laufen lassen. AgentConnect nennt sich eine quelloffene, vollständig selbst hostbare Plattform, auf der Teams und KI-Agenten zusammenarbeiten – über Slack, Telegram, Discord und GitHub.
Felix Hartmann: Und der zentrale Punkt ist die Anbieterneutralität. Anbindbar sind Claude Code, Codex, Grok Build, DeepSeek, Pi oder jedes ACP-kompatible Laufzeitsystem. Für jeden Agenten lassen sich Rolle, Modell, Arbeitsbereich, Speicher, Werkzeuge und Berechtigungen festlegen. Gestartet werden Agenten über Gespräche, Pull Requests, Issues, Webhooks oder Zeitpläne, und sie können einander gegenseitig aufrufen, während das Team die Arbeit in einer Konsole mitverfolgt.
Lena Vogel: Das Problem, das der Hersteller beschreibt, kennen viele: Sessions sind für andere unsichtbar, nicht übernehmbar, der Kontext nicht wiederverwendbar – und man schreibt sich eigene Verknüpfungscodes. Bestehende Alternativen hätten entweder kein Team-Modell, verlangten den Umzug in eine neue Chat-App, oder sie seien zwar quelloffen, aber an einen Anbieter gebunden. AgentConnect hingegen läuft auf den eigenen Maschinen, der Anbieter sieht weder Code noch Nachrichten.
Felix Hartmann: Zur Ausstattung gehören Rollen, gemeinsames Wissen, Tool-Berechtigungen, Zeitpläne, Daemons und eben die Konsole mit Agenten, Sitzungen und Status. Beworben werden außerdem Aktionen über mehr als tausend Apps und die Kontrolle darüber, was jeder Agent sehen und nutzen darf – alles Herstellerbehauptungen, keine unabhängig verifizierten Ergebnisse.
Lena Vogel: Und aus der Community-Diskussion kommt genau da Zustimmung: Ein Nutzer begrüßt ausdrücklich die Laufzeit-Unabhängigkeit, etwa die Mischung von DeepSeek und Claude Code im selben Team. Das ist also ein klarer Punkt für alle, die nicht in einen einzigen Anbieter eingesperrt sein wollen.
Lena Vogel: Dann zu einem persönlicheren Thema: SoloUno ist ein gamifiziertes Selbsthilfe-Tool gegen sogenannte BFRBs, also wiederholte körperbezogene Verhaltensweisen wie Haare ausreißen, Hautaufkratzen und Nägelkauen. Der allein arbeitende Gründer Omer gibt an, selbst jahrelang unter Haarziehen gelitten zu haben – das Produkt ist daraus entstanden.
Felix Hartmann: Wichtig ist, wie er das einordnet: Die App orientiert sich an Prinzipien aus dem Habit Reversal Training, aus kognitiver Verhaltenstherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie – aber ausdrücklich nur inspiriert davon, das ist keine verifizierte Therapie. Statt eines Alles-oder-nichts-Ziels setzt die App auf kleine tägliche Erfolge: habit-free Streaks und Challenges, kurzes Habit-Logging, Trigger-Analyse und Urge-Sessions gegen den akuten Drang.
Lena Vogel: Der Start ist ein kostenloser zweiwöchiger Test, und SoloUno wird auch als Begleitung für Hausaufgaben während CBT- und HRT-Therapie positioniert. In der Community gibt es einzelne Erfahrungsberichte: Jemand sagt, eine frühere Version habe geholfen, monatelang nicht mehr Nägel zu kauen; ein anderer konnte nach mehr als dreißig Jahren mit einer Angewohnheit aufhören und braucht die App inzwischen nicht mehr; ein 36-Jähriger beschreibt, er könne das Verhalten nun kontrollieren, statt es nur zu unterdrücken.
Felix Hartmann: Wichtig: Das sind einzelne, zugeordnete Erfahrungsberichte, keine wissenschaftlich belegten Ergebnisse. Die Produktwebsite nennt als Eigenangaben über sechstausend Nutzer weltweit, mehr als hunderttausend habit-free Stunden und über fünfundzwanzigtausend Habit-Reports.
Lena Vogel: Aus der Community bleiben zwei offene Fragen: Funktionieren die Urge-Sessions geführt direkt im Moment des Drangs, oder eher als Reflexion danach – und was zählt genau als ein gewonnener Tag? Beides ist laut Hersteller noch nicht abschließend geklärt.
Lena Vogel: Zum Schluss ein Launch-Produkt, das im aktuellen Material als das einzige wirklich neu gestartete verzeichnet ist: Macrobite, eine Makros-Tracking-App fürs iPhone. Der Anspruch im Titel: Der schnellste Weg, deine Makros tatsächlich richtig zu bekommen.
Felix Hartmann: Die Ausgangslage, die ein Berater in der Community beschreibt: Herkömmliche Tracker zwingen dich in eine Wahl zwischen schnell und genau. Fotoprotokollierung liefert Näherungswerte, die du über unbequeme Menüs nachkorrigieren musst; manuelle Eingabe ist genau, aber langsam. Macrobite will beides verbinden.
Lena Vogel: Konkret: Du fotografierst eine Mahlzeit und bekommst sofort die Aufschlüsselung von Kalorien, Protein, Kohlenhydraten und Fett. Dazu Schnellbearbeitung in Sekunden, ohne durch große Lebensmitteldatenbanken zu scrollen, Spracherfassung inklusive Siri, Barcode-Scan, Wiederverwendung gespeicherter Mahlzeiten – und einen Überblick über die Nährwerte direkt per iPhone-Widget oder Apple Watch, ohne die App zu öffnen.
Felix Hartmann: Zielgruppe sind Menschen, die tägliche Proteinziele treffen wollen und an der Reibung klassischer Tracker gescheitert sind. Der Berater hat ausdrücklich um Feedback gebeten – insbesondere von denen, die einen Tracker ausprobiert und wieder aufgegeben haben, mit der Frage: Was hat dich zum Aufgeben gebracht? Der Entwickler Alex nennt als Ziel schnelles Makro-Tracking ohne Einbußen bei der Genauigkeit.
Lena Vogel: In Arbeit sind demnach personalisierte Mahl- und Produktempfehlungen, die sich an den übrig gebliebenen Makros orientieren, und eine Bestellfunktion über den Lieferservice Instacart – beides angekündigt, aber nicht als verfügbar belegt. Und wichtig zur Einordnung: Es liegen bislang keine Preise, kein klarer Verfügbarkeitsstatus und keine unabhängigen Nutzererfahrungen vor. Das bleibt also ein vielversprechender Ansatz, aber noch ohne externe Bestätigung – und damit übergeben wir zu den nächsten Themen.
Lena Vogel: ScrapeOps hat einen neuen kostenlosen Dienst vorgestellt, den sie Proxy Tester nennen – und der geht ein echtes Ärgernis an. Ian, einer von den Machern, beschreibt den Auslöser so: Es gibt keine universelle Antwort auf die Frage, welcher Proxy-Anbieter für eine bestimmte Website taugt. Teams kaufen Credits und verlieren dann Tage mit manuellen Tests.
Felix Hartmann: Genau daran setzt das Tool an. Du reichst eine Ziel-URL ein, und der Tester prüft mehr als zwanzig verschiedene Konfigurationen – Residential-, Rechenzentrums- und Mobile-Proxys, aber auch Proxy-APIs und Unblocker. Gemessen werden Erfolgsquote, Latenz, Zuverlässigkeit und geschätzte Kosten. Und validierte Antworten sorgen dafür, dass keine Ban- oder Captcha-Seiten fälschlich als Erfolg zählen.
Lena Vogel: Das Ergebnis ist ein kostenloser Bericht per E-Mail, sortiert nach Anwendungsfall, ganz ohne Kreditkarte. Der Unterschied zu generischen Anbieter-Rankings ist der Kern: Es wird gegen deine konkrete Ziel-URL getestet, inklusive JavaScript-Rendering und Anti-Bot-Optionen. Die Kosten pro Million Seiten werden aus den aktuellen Plänen berechnet. Unter den getesteten Anbietern sind unter anderem Oxylabs, BrightData, Zyte, NetNut, ScraperAPI und IPRoyal.
Felix Hartmann: Ein Kommentator bestätigt das aus eigener Erfahrung: Derselbe Anbieter meistert eine Retail-Seite und scheitert an einer anderen mit gleicher Konfiguration. Er fragt aber offen nach, ob das Benchmarking anhaltende Mehrfach-Anfragen-Sitzungen misst oder nur einzelne Abrufe – und wie die Berichte angesichts ständig wechselnder WAF-Regeln aktuell bleiben, etwa durch Zeitstempel oder geplante Wiederholungen. Ein anderer Kommentator will wissen, ob der Value-Score gleichgewichtet über die Kriterien gebildet wird.
Lena Vogel: Damit wäre unser heutiger Produkt-Hunt-Überblick auch schon wieder am Ende. Von Argos, dem Browser-Agenten, über das Feintuning-Tool Soup CLI bis hin zu Grok Imagine 2.0 – es gab wieder eine ganze Menge Spannendes zu entdecken.
Felix Hartmann: Und natürlich auch die kleineren Perlen: DuckDisk für den Mac, die Workspace-Automation Workflo, die selbst hostbare Plattform AgentConnect und SoloUno gegen BFRB-Verhaltensweisen. Dazu Macrobite und der Proxy Tester von ScrapeOps.
Lena Vogel: [laugh] Vielen Dank fürs Zuhören. Wir melden uns morgen mit einer neuen Auswahl aus dem Product-Hunt-Fundus – bis dahin, macht's gut.