0809 | Neue KI-Tools: Basedash Subscriptions, Toolport, Hexis & GTM Co-Founder

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In dieser Folge werden fünf neue Produkte und Tools vorgestellt. Zuerst die KI-Plattform Basedash mit ihren neuen Abonnements: Dashboards und Diagramme lassen sich per Zeitplan als frische Momentaufnahme in E-Mail oder Slack liefern, stets auf Basis aktueller Live-Daten. Danach Toolport, ein lokaler, quelloffener MCP-Gateway, der Konfiguration und Token-Verbrauch mehrerer KI-Agenten bündelt und gleichzeitig gegen manipulierte Werkzeugdefinitionen schützt. Es folgt Hexis, ein zentraler, rollenbas

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:43 Basedash Abonnements: geplante Dashboard-Momentaufnahmen
  • 00:02:59 Toolport: lokaler MCP-Gateway gegen Kontext-Overhead
  • 00:05:47 Hexis: zentrale Heimat für Unternehmens-KI-Skills
  • 00:08:18 The GTM Co-Founder: Open-Source-Go-to-Market für Dev-Tools
  • 00:10:46 AstraPixels: Echtzeit-Sonnensystem mit beanspruchbaren Asteroiden

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Transcript

Lena Vogel: Hallo und herzlich willkommen zu Product Hunt täglich, eurem Bri-Podcast mit den wichtigsten Neuigkeiten aus der Welt der Produkte und Tools. Ich bin Lena Vogel.

Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute wird es ein buntes Programm – von Business-Intelligence über KI-Agenten bis hin zu einer ganz besonderen Sternenkarte.

Lena Vogel: Genau, wir sprechen unter anderem über neue Abo-Funktionen bei der KI-Plattform Basedash, einen quelloffenen Gateway für KI-Agenten namens Toolport und ein frisch gestartetes Tool namens Hexis.

Felix Hartmann: Und dazu ein kostenloses Open-Source-Toolkit fürs Go-to-Market und eine Pixel-Art-Karte des Sonnensystems. Bleibt dran!

Lena Vogel: Fangen wir mit Basedash an, der KI-gestützten Business-Intelligence-Plattform. Der Gründer Max Musing hat eine neue Funktion angekündigt, die seit dem achten August 2026 live ist: Abonnements. Kein aufwendiger Newsletter-Aufbau, sondern du abonnierst einfach ein bestehendes Dashboard oder einzelnes Diagramm und bekommst danach regelmäßig eine frische Momentaufnahme – per E-Mail oder direkt in einem Slack-Kanal, nach einem Zeitplan, den du selbst bestimmst.

Felix Hartmann: Und die Einrichtung soll laut Hersteller wirklich in einem einzigen Schritt gehen: Du wählst ein Dashboard aus, legst den Zeitplan als ganz normalen Satz fest – etwa „jeden Montag um neun Uhr“ – und bestimmst den Empfänger. Das kann die eigene E-Mail-Adresse sein, ein Team oder ein Slack-Kanal. Möglich sind Zeitpläne von täglich bis vierteljährlich, inklusive reiner Werktage, einzelner Wochentage und monatlicher Termine.

Lena Vogel: Das Spannende ist, dass sich mehrere Abonnements auf demselben Dashboard stapeln lassen. Zum Beispiel ein täglicher Kurzbericht für die Führungsebene, ein Montagsbeitrag im Kanal #metrics und eine monatliche Zusammenfassung für den Aufsichtsrat – alles parallel, ohne dass du dafür etwas Doppeltes pflegen musst.

Felix Hartmann: Jedes Abo wird direkt am zugehörigen Dashboard verwaltet. Und wer mal eine Pause braucht, kann die Zustellung mit einem einfachen Schalter pausieren, statt das Abo gleich wieder zu löschen. Die Zustellung selbst unterscheidet sich je nach Kanal: In Slack erscheint jeder Bericht mit seinen Diagrammen als Bild direkt im Channel, ohne dass jemand klicken oder sich anmelden muss. Per E-Mail kommen die Diagramme inline, ergänzt um einen Button, der direkt zur Live-Version des Dashboards führt.

Lena Vogel: Der springende Punkt für alle, die solche Berichte verschicken: Grundlage ist immer eine Darstellung der Diagramme zum Zeitpunkt der Zustellung auf Basis der Live-Daten. Ein Abo soll also nie einen veralteten Bericht ausliefern – es wird im Prinzip im Moment der Zustellung neu erzeugt. Das löst genau das Problem, dass manuelle Berichte entweder veralten oder ständig neu gebaut werden müssen.

Felix Hartmann: Also kurz zusammengefasst: Basedash macht aus einem bestehenden Live-Dashboard einen wiederkehrenden, aktuellen Bericht, der die Empfänger direkt im Slack-Kanal oder Postfach erreicht – ohne Anmeldung, ohne alten Stand und ohne, dass jemand wöchentlich nochmal Hand anlegen muss.

Lena Vogel: Weiter zum zweiten Thema: Toolport. Das ist ein lokaler Gateway für KI-Agenten, den ein Entwickler namens Tyler vorgestellt hat – frei, quelloffen unter MIT-Lizenz und komplett lokal laufend. Die Ausgangslage dürfte vielen bekannt vorkommen: Dieselben MCP-Server muss man für jeden einzelnen Agenten separat einrichten – für Claude Desktop, Claude Code, Cursor, Codex, VS Code – jede Konfiguration als eigene JSON-Datei, und dieselben API-Keys stehen jeweils im Klartext drin.

Felix Hartmann: Dazu kommt ein zweites, oft unterschätztes Problem: Jeder MCP-Server lädt bei jeder Anfrage seine komplette Werkzeugliste in den Kontext. Bei Tyler haben drei Server da rund vierundzwanzigtausend Token nur für Werkzeugdefinitionen verbraucht – bevor überhaupt eine einzige Frage gestellt war. Toolport sitzt als Vermittler zwischen den Agenten und den Servern und stellt nur ein paar Meta-Werkzeuge bereit. Der Agent sucht ein Werkzeug also erst dann, wenn er es wirklich braucht, statt immer alles mitzuschleppen.

Lena Vogel: Und laut den Benchmark-Angaben des Herstellers macht sich das bemerkbar: Auf einem Frontier-Modell, bewertet nach korrekten Antworten, ergeben sich bis zu 91 Prozent weniger Gesamt-Token bei gleichem Aufgabenerfolg. Bei einem realen Katalog mit 415 Werkzeugen soll der Definitions-Overhead um 99,5 Prozent sinken. Ganz konkret nennt die Website für eine einzelne Anfrage 23.698 Token an Werkzeugdefinitionen ohne Toolport gegenüber 886 mit Toolport – eine Ersparnis von 74 bis 91 Prozent über verschiedene Server. Wichtig dabei: Das sind Angaben des Herstellers, unabhängig geprüft ist das nicht.

Felix Hartmann: Dazu kommen Sicherheitsfunktionen, die laut Website standardmäßig aktiv sind und komplett lokal laufen. Toolport erstellt Fingerabdrücke aller Werkzeuge und kann erkennen, wenn eine Definition nach der Freigabe heimlich verändert wurde – das nennt sich Rug Pull. Es erkennt auch versteckte Anweisungen in Beschreibungen, also Tool Poisoning. Und injektionsverdächtige Werkzeugausgaben behandelt es als reine Daten statt als Anweisungen, denen der Agent folgen soll.

Lena Vogel: Das heißt im Kern: Wer heute mehrere KI-Agenten mit denselben Werkzeugservern betreibt, spart sich die doppelte Einrichtung, reduziert massiv den Token-Verbrauch, weil nur die tatsächlich gebrauchten Werkzeuge geladen werden, und bekommt Schutz gegen manipulierte Werkzeugdefinitionen – alles lokal und als offene Software.

Felix Hartmann: Für alle, die mit Agenten arbeiten, ist das die klassische Wahrheit: Das Problem war nie nur die Einrichtung, sondern der ständige Kontext-Overhead und die Sicherheitslücke, die jede Klartext-Konfiguration öffnet. Toolport packt genau diese drei Punkte an – und tut das lokal und quelloffen.

Lena Vogel: Ich habe heute auf Product Hunt ein Produkt entdeckt, das sich an alle richtet, die mit KI-Agenten arbeiten – und ich meine: an ganze Unternehmen. Es heißt Hexis und kommt vom Team hinter Bevel. Die Beschreibung ist ziemlich treffend: ein zentraler Ort für die Skills, Tools und das Wissen einer Firma, die von einem zentralen Team verwaltet, reviewt und per Zugriffsrechten gesteuert werden – und die dann jeder KI-Agent des Unternehmens nutzen kann.

Felix Hartmann: Das klingt, als würde man das, was man bisher in Projekten und Repositories verstreut hat, endlich an einen Ort ziehen. Wie ist Hexis technisch aufgebaut?

Lena Vogel: Genau da liegt das Interessante. Hexis ist im Kern eine Schicht auf Git. Man behält also Versionierung und Pull Requests, wie man sie kennt, aber darum herum liegt eine Oberfläche, die eben nicht für Entwickler gebaut wurde. Das ist auch das Problem, das die Macher beschreiben: Firmen legen ihre Skills und ihr Kontextwissen oft in GitHub ab, aber der Git-Workflow ist für Nicht-Techniker eine riesige Lernkurve – und das dateibasierte Zugriffsmanagement funktioniert mit GitHub oder GitLab einfach nicht richtig.

Felix Hartmann: Und wie greifen die Agenten darauf zu, ohne dass jetzt wieder jeder sein eigenes Tool konfigurieren muss?

Lena Vogel: Der Zugriff läuft über MCP, also über das Protokoll, das KI-Agenten dafür standardmäßig nutzen. Damit funktioniert Hexis in jedem Agenten des Unternehmens – ob Claude Code, ChatGPT oder Cursor – und man verbindet alles über einen einzigen Connection-Key. Ein Mitarbeiter verbindet sich einmalig, und sein Agent nutzt dann genau die Skills, Tools und Kenntnisse, die seine Rolle erlaubt – ohne dass man pro Tool Credentials weitergibt.

Felix Hartmann: Die Zugriffskontrolle ist also rollenbasiert. Wer entscheidet denn, was wer sehen darf?

Lena Vogel: Admins. Sie steuern, welche Kontexte, Tools und Skills eine Person, ein Team oder ein Agent sieht, sie genehmigen Änderungsanfragen und reviewen eingereichte Skills. Unter der Haube steckt alles in einem selbst besessenen Git-Repository auf beliebigem Git-Host – Skills liegen als SKILL.md-Ordner, dazu kommen Tool-Manuals mit einem verschlüsselten Vault für Geheimnisse, Wissen, Branches, Change Requests mit Freigabe durch den Besitzer, rollenbasierter Zugriff und ein eingebauter Remote-MCP-Server mit OAuth.

Felix Hartmann: Was mich bei solchen Produkten immer interessiert: Wie stark bin ich an einen Anbieter gebunden?

Lena Vogel: Die Hersteller betonen ausdrücklich die Anbieter-Unabhängigkeit. Man kann den Agenten-Anbieter wechseln oder auch mehrere mischen, ohne dass man das Wissen der Agenten neu aufbauen muss. Das eigene Wissen bleibt also im eigenen Repository, und die Agenten davor kann man austauschen, wie man möchte.

Felix Hartmann: Das zweite Tool aus den letzten 24 Stunden auf Product Hunt wendet sich an eine ganz konkrete Gruppe: Solo-Entwickler, die Developer-Tools bauen. Es heißt The GTM Co-Founder, und es ist ein kostenloses, MIT-lizenziertes Open-Source-Toolkit mit Go-to-Market-Skills für technische Gründer.

Lena Vogel: Go-to-Market für Dev-Tool-Gründer – wie funktioniert das konkret? Läuft das als eigener Service oder integriert es sich irgendwo?

Felix Hartmann: Es läuft direkt in dem Agenten, in dem man ohnehin schon programmiert – also zum Beispiel Claude Code. Installiert wird es mit einem einzigen npx-Befehl, man braucht nur Node.js. Gebaut hat es Shane O'Connor, eingereicht wurde es von einem Kurator der Community.

Lena Vogel: Und was macht es dann inhaltlich, das es von den üblichen KI-Ratschlägen unterscheidet?

Felix Hartmann: Das ist die Kernaussage der Hersteller: Die meisten KI-Assistenten geben Dev-Tool-Gründern generische Vertriebs- und Marketing-Ratschläge – dieses Tool nicht. Man beantwortet fünf Fragen, das System lernt daraus Produkt und Markt kennen und liefert eine priorisierte Roadmap: Zielgruppe, Positionierung, die ersten 50 Nutzer, Launch und Pricing. Als Grundlage dienen die Playbooks von Adam Frankl und Jakub Czakon sowie die eigene Erfahrung des Builders als Founding Account Executive und GTM-Berater.

Lena Vogel: Die Selbstbeschreibung ist ja auch ungewohnt offen – ich glaube sinngemäß: Dein Agent ist zu nett, das hier ist der GTM-Co-Founder, der sagt, was die anderen nicht sagen. Kommt das bei der Community an?

Felix Hartmann: Durchaus. Ein Kommentator hat es mit einem Beta-Produkt getestet und spricht von einer sehr guten und detaillierten Analyse, die er künftig regelmäßig nutzen will. Andere loben, das README lese sich wie Therapie für Solo-Gründer, und das Website-Design werde als brutal beschrieben – im positiven Sinne, nehme ich an.

Lena Vogel: Und ein Erfahrungsbericht aus der Praxis ging sogar noch tiefer in eine bestimmte Lücke?

Felix Hartmann: Ja. Ein Nutzer schildert aus eigener Erfahrung, dass bei seiner SEO-Arbeit nicht mehr Content die entscheidende Kennzahl bewegte, sondern eine Positionierung, die überhaupt erst Gründe zum Verlinken schuf. Er fragt genau deshalb, ob es für diese Lücke einen Skill gibt – ob also das Toolkit erkennt, dass vor dem Content die Positionierung steht.

Lena Vogel: Das ist ein guter Test, was so ein Tool tatsächlich leisten kann: ob es die eigene Positionierung als Grundlage sieht, bevor es an die Launch- und Pricing-Liste geht, oder ob es doch nur generische Schritte aufzählt. Insofern bleibt es spannend zu sehen, was sich daraus entwickelt.

Lena Vogel: Und damit direkt zu etwas, das ich wirklich faszinierend finde: AstraPixels. Eine Pixel-Art-Karte des Sonnensystems, bei der laut Hersteller jedes Objekt an seiner realen, aktuellen Position steht. Und zwar nicht aus einer festen Liste übernommen, sondern moment für Moment aus den veröffentlichten Bahnelementen der Himmelskörper berechnet.

Felix Hartmann: Das heißt, die Positionen sind nicht statisch – die Karte rechnet die Planeten und Kleinkörper in Echtzeit nach. Du kannst von der Sonne bis in den Kuipergürtel zoomen, und bei 171 katalogisierten Objekten findest du belegte Fakten. Dazu ein Zeit-Scrub und ein True-Scale-Modus, der die wirklichen Größenverhältnisse zeigt.

Lena Vogel: Und es gibt sogar eine Sky-Events-Seite, die für die nächsten sechs Monate Konjunktionen, Oppositionen, Meteorströme und Finsternisse berechnet. Der Hersteller positioniert das Ganze ausdrücklich als Astronomie-Werkzeug – nicht nur als nettes Spielzeug.

Felix Hartmann: Aber der eigentliche Gesprächsstoff hier ist das Namensmodell. Du kannst Objekte auf der Karte kaufen und benennen. Ein Asteroid kostet einmalig fünf Dollar und bleibt dir für immer erhalten – frei benennbar. Ein Mond kostet 49 Dollar, und die Sonne selbst wird nur verleast, nicht verkauft.

Lena Vogel: Warum die Sonne nur geleast wird? Weil hinter der Sonne nichts Dahinterliegendes mehr ist – verleaste Objekte sind die wirklich knappen. Der Hersteller sagt, der Hauptgürtel enthalte 3.000 prozedural generierte Gesteinsbrocken. Dadurch kann das Fünf-Dollar-Segment gar nicht ausverkauft werden, während die knappen Objekte – Sonne, acht Planetenskins, Kometen – verleast werden.

Felix Hartmann: Die technische Umsetzung ist auffällig schlank. Es gibt keine Registrierung, kein Konto – eine E-Mail-Adresse für die Zahlungsabwicklung über Stripe ist das gesamte Kontosystem.

Lena Vogel: Und jetzt der wichtige Haken, den man gern übersehen würde. Ein vergebener Name erscheint nur auf AstraPixels. Das ist keine IAU-Bezeichnung. Er wird an niemanden übermittelt und von keinem Observatorium anerkannt – offizielle Kleinplanetennamen vergibt allein die Internationale Astronomische Union, und die können nicht gekauft werden. Laut Hersteller steht dieser Hinweis auf jeder Seite mit einem benutzerdefinierten Namen.

Felix Hartmann: Also im Kern: ein liebevoll gemachtes, echtes Astronomie-Werkzeug, das eine kommerzielle Spielerei integriert. Du kaufst dir im Grunde einen persönlichen Marker auf einer interaktiven Karte – schön fürs Ego, aber eben ein privates Souvenir, kein Platz in der offiziellen Wissenschaft.

Lena Vogel: Genau. Und diese Herstellerangaben – die Objektzahlen, die Preise, das Angebot – das sind erstmal Behauptungen, keine unabhängig verifizierten Ergebnisse. Trotzdem zeigt das Konzept, wie sich Community-Engagement und seriöse Himmelsdarstellung verbinden lassen. Wer wissen will, wie knapp sein Ego wirklich ist: Die Sonne lässt sich immerhin mieten.

Lena Vogel: Damit haben wir's für heute. Wir haben über Basedash's neue Abofunktion gesprochen, über Toolport als freien Gateway für KI-Agenten und über Hexis, das KI-Werkzeuge für Agenten auf Git-Basis verwaltet.

Felix Hartmann: Dazu noch der kostenlose, quelloffene GTM-Kit für Vertriebsteams und die Pixel-Art-Karte des Sonnensystems, auf der jedes Objekt an seinem aktuellen realen Standort liegt.

Lena Vogel: Genau, das war der kompakte Überblick. Wenn euch das gefällt, gerne abonnieren – und bis zum nächsten Mal.