0720 | KI-Tool Rewisp gibt dem Mac ein Gedächtnis

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Heute mit sechs neuen Product-Hunt-Tools: Rewisp gibt deinem Mac ein lokales, durchsuchbares Textgedächtnis – ganz ohne Cloud. BaseRT bringt LLMs auf dem M5 Pro auf bis zu 6,4-fache Geschwindigkeit. Spycost entlarvt falsche Rabatte mit einer Preistransparenz-Funktion. OpenSEO bietet Keyword-Recherche und Wettbewerbsanalyse ab 10 Dollar im Monat als Open-Source-Alternative. Detourmap ist eine werbefreie Weltkarte mit über 70.000 Geheimtipps. Und Kobbe analysiert Webtraffic datenschutzfreundlich –

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:37 Rewisp: Ein durchsuchbares Textgedächtnis für den Mac
  • 00:02:22 BaseRT: LLM-Laufzeit mit M5-Turbo
  • 00:03:49 Spycost: Gegen falsche Rabatte
  • 00:04:49 OpenSEO: Open-Source-SEO für 10 Dollar im Monat
  • 00:06:20 Detourmap: 70.000 verborgene Orte auf einer Karte
  • 00:07:40 Kobbe: Cookie-freie Webanalyse mit Privatsphäre-Fokus

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Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.

Transcript

Lena Vogel: Das ist Product Hunt täglich, der Podcast von Bri. Ich bin Lena Vogel.

Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Heute schauen wir auf ein Tool, das deinem Mac ein Gedächtnis geben will – Rewisp. Dann: BaseRT bringt KI-Modelle auf dem neuen M5 Pro ordentlich auf Touren. Spycost will uns vor falschen Rabatten bewahren, OpenSEO öffnet die Keyword-Recherche, und Detourmap zeigt 70.000 sehenswerte Orte auf einer Karte.

Lena Vogel: Und Kobbe bringt eine neue, datenschutzfreundliche Webanalyse. Los geht's!

Lena Vogel: Bleiben wir bei den Tools, die direkt auf dem Gerät laufen. Rewisp ist eine macOS-App von Entwickler Yashmit, die deinem Mac so etwas wie ein durchsuchbares Textgedächtnis gibt.

Felix Hartmann: Ein durchsuchbares Textgedächtnis? Was liest die App denn genau mit?

Lena Vogel: Sie liest den Bildschirmtext direkt auf dem Gerät. Aber wichtig: Sie speichert dabei weder Screenshots noch Videoaufnahmen dauerhaft ab. Der Entwickler sagt, die gesamte Verarbeitung findet lokal auf dem Mac statt und der gespeicherte Text verlässt das Gerät nicht.

Felix Hartmann: Das ist ein starker Datenschutz-Punkt.

Lena Vogel: Genau. Und die Idee dahinter ist ziemlich praktisch: Die App erfasst etwa Zusagen, die du in Nachrichten machst, und erinnert dich daran, bis die Aufgabe erledigt ist.

Felix Hartmann: Also kein loses Screenshot-Chaos mehr, wo die Hälfte untergeht.

Lena Vogel: Eben. Yashmit sagt selbst, dass Screenshots und Notiz-Apps für ihn zu unübersichtlich wurden. Er wollte keine verlorenen Details mehr – wie in Canvas versteckte Abgabefristen, halb gelesene Artikel oder in Slack gegebene Versprechen.

Felix Hartmann: Das klingt nach einem sehr persönlichen Frust, aus dem die App geboren wurde. Was kann man damit noch anfangen?

Lena Vogel: Du kannst mit natürlichen Fragen suchen, zum Beispiel: Was hat sich seit Dienstag geändert? Und die App findet gezielt Änderungen, sucht nach Bedeutung statt nur nach Stichworten.

Felix Hartmann: Das geht über eine normale Spotlight-Suche schon deutlich hinaus.

Lena Vogel: Außerdem verfolgt sie Zahlenreihen wie Gewicht oder Noten über die Zeit und sie füllt Formulare mit gespeicherten Angaben aus – aber ausdrücklich ohne Passwörter.

Felix Hartmann: Gut, dass sie das klarstellt. Und wann sieht man die gesammelten Infos?

Lena Vogel: Einmal täglich um 21 Uhr erscheint eine stille Zusammenfassung. Kein ständiges Gepiepe, sondern ein Moment zum Durchsehen.

Felix Hartmann: Neun Uhr abends, ruhig und lokal auf dem Gerät – das hat was.

Lena Vogel: Noch ein Tool, das komplett lokal auf dem Gerät läuft: BaseRT. Das ist eine Laufzeitumgebung für große Sprachmodelle, speziell für Apple Silicon optimiert.

Felix Hartmann: Und da gibt es ja mit llama.cpp und MLX schon etablierte Lösungen. Was macht BaseRT anders?

Lena Vogel: Auf dem neuen M5 Pro erreicht BaseRT eine bis zu 6,4-mal schnellere Prompt-Verarbeitung als llama.cpp und eine bis zu 3,9-mal schnellere als MLX.

Felix Hartmann: Das ist ein ordentlicher Sprung. Woher kommt der Vorteil?

Lena Vogel: Der M5 hat eine neue Tensor-Core-Architektur, die über die Metal 4 Tensor API angesprochen wird. Und genau darauf wurde BaseRT abgestimmt.

Felix Hartmann: Also eine ziemlich tiefe Integration in die neue Hardware.

Lena Vogel: Genau. Getestet wurde das laut Mitgründer Lukas auf zehn Konfigurationen mit Modellen von 0,6 bis 35 Milliarden Parametern.

Felix Hartmann: Welche Modelle waren das?

Lena Vogel: Darunter Qwen3, Qwen3.5, Qwen3.6, Llama 3.2 und Gemma 4.

Felix Hartmann: Also eine breite Palette.

Lena Vogel: Und die Installation ist denkbar einfach: ein einziger Befehl für die lokale Ausführung auf dem eigenen Gerät.

Felix Hartmann: Ein Befehl, dann läuft das lokal mit dem vollen Tempo der neuen M5-Tensor-Cores – das ist schon beeindruckend.

Felix Hartmann: Von Spycost wissen wir noch nicht besonders viel, aber der Grund, warum es gebaut wurde, ist ziemlich nachvollziehbar.

Lena Vogel: Ja, der Macher hat selbst gemerkt, dass er immer wieder auf angebliche Rabatte reingefallen ist – und sich dann Sachen gekauft hat, die er eigentlich gar nicht brauchte. Hinterher fühlte er sich betrogen.

Felix Hartmann: Und genau da setzt Spycost an. Es ist ein Preis-Tracker, der das volle Preisbild zeigen soll. Also nicht nur den aktuellen Preis, sondern auch den Verlauf.

Lena Vogel: Damit Nutzer eben erkennen können: Zahle ich jetzt eigentlich mehr, obwohl mir das Gegenteil suggeriert wird? Dieser psychologische Trick mit den durchgestrichenen Preisen – dem will Spycost die Transparenz entgegensetzen.

Felix Hartmann: Konkrete Funktionen über diese Preistransparenz hinaus sind dem Beitrag aber nicht zu entnehmen. Da müssen wir noch abwarten, was genau das Tool alles kann.

Lena Vogel: Das nächste Signal ist die weitere Vorstellung auf Product Hunt. Da wird sich dann zeigen, wie die Community reagiert und was der Macher noch an Details nachliefert.

Felix Hartmann: Kommen wir zu OpenSEO. Das positioniert sich als Open-Source-Alternative zu Ahrefs und SEMrush – also zwei richtig großen Namen im SEO-Bereich.

Lena Vogel: Und was es bietet, klingt erstmal nach dem vollen Paket: Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, Backlink-Prüfung und Site-Audits.

Felix Hartmann: Der entscheidende Unterschied ist der Preis. OpenSEO fängt bei 10 Dollar im Monat an. Die etablierten Anbieter liegen dagegen meist bei über 100 Dollar monatlich.

Lena Vogel: Das ist schon ein massiver Unterschied. Und dann kommt noch eine technische Besonderheit dazu: Über MCP lässt sich OpenSEO mit KI-Agenten verbinden.

Felix Hartmann: Genau, damit kann man dann SEO-Strategien entwickeln und Inhalte unternehmensspezifisch erstellen lassen. Also nicht nur Analyse, sondern auch Umsetzung.

Lena Vogel: In den Community-Kommentaren auf Product Hunt wurde die Lösung als längst überfällige Open-Source-Alternative begrüßt. Da war richtig Begeisterung zu spüren.

Felix Hartmann: Ein Kommentator hat auch den konkreten Anlass für die Entwicklung beschrieben. Er wollte im Februar, während er an anderen Open-Source-Projekten arbeitete, SEO betreiben – und war schockiert, wie teuer und überladen die bestehenden Tools sind.

Lena Vogel: Und dann hat er eben die Konsequenz gezogen und selbst eine moderne Open-Source-Lösung gebaut. Er berichtet inzwischen von positivem Feedback durch Gründer und Agenturen.

Felix Hartmann: Das klingt nach einem Tool, das eine echte Lücke füllt. Gerade für kleinere Teams oder Einzelentwickler, die sich die großen Abos nicht leisten können oder wollen.

Lena Vogel: Alban hat eine neue interaktive Weltkarte gebaut: Detourmap. Kostenlos, kein Tracking, keine Werbung – und sie steckt voller Orte, die man so in keinem Reiseführer findet.

Felix Hartmann: 70.520 sehenswerte Orte in 350 Ländern, um genau zu sein. Von antiken Ruinen über Wasserfälle und Vulkane bis hin zu Geisterstädten – die Bandbreite ist enorm.

Lena Vogel: Und das Schöne: Du kannst dir die Karte so zurechtlegen, wie du willst. 16 spielähnliche Ebenen lassen sich einzeln ein- und ausblenden – Strände, Höhlen, Burgen, Museen, Gärten, Themenparks...

Felix Hartmann: Dazu kommt ein Bekanntheitsfilter. Der reicht von weltberühmten Icons bis zu echten Geheimtipps, die kaum jemand auf dem Schirm hat.

Lena Vogel: Und wenn du gar nicht weißt, wohin die Reise gehen soll: Es gibt eine „Surprise me"-Funktion. Die bevorzugt gezielt unbekanntere Orte und schlägt dir etwas vor, das du wahrscheinlich noch nie gesehen hast.

Felix Hartmann: Jeder Pin auf der Karte enthält ein Foto und einen Wikipedia-Link. Du kannst dich also sofort einlesen, ohne lange suchen zu müssen.

Lena Vogel: Und das alles komplett kostenlos. Keine Anmeldung, keine Werbung, kein Tracking. Alban hat die ganze Karte ausschließlich aus offenen Daten gebaut.

Felix Hartmann: Detourmap – eine Weltkarte für Entdecker, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein wollen.

Lena Vogel: Ebenfalls neu auf Product Hunt: Kobbe. Michael hat ein Webanalyse-Tool gebaut, das von Grund auf datenschutzfreundlich gedacht ist.

Felix Hartmann: Es arbeitet komplett ohne Cookies und ist standardmäßig privat. Trotzdem erfasst es die wichtigen Kennzahlen: Besucher, Seiten, Referrer, Geräte, Länder und Traffic-Kanäle.

Lena Vogel: Spannend wird es bei der Umsatzzuordnung. Kobbe misst Conversions für Stripe, Polar, Paddle und Creem – du siehst also genau, wo dein Geld herkommt.

Felix Hartmann: Und für die organische Suche lässt sich die Google Search Console anbinden. Dann bekommst du Suchbegriffe und Landingpages direkt ins Dashboard.

Lena Vogel: Ein Clou: Kobbe weist KI-Verweise gesondert aus. Wenn jemand über ChatGPT, Perplexity oder Claude auf deine Seite kommt, siehst du das sofort.

Felix Hartmann: Zum Funktionsumfang gehören außerdem benutzerdefinierte Events, Conversions, Funnels und einbettbare Analyse-Widgets.

Lena Vogel: Zum Start gibt es eine 15-tägige kostenlose Testphase – keine Kreditkarte nötig. Und mit dem Code hellokobbe bekommst du 20 Prozent Rabatt auf einen Jahresplan.

Felix Hartmann: Ein Cookie-freies Analytics-Tool, das Umsatz, KI-Traffic und klassische Webdaten unter einen Hut bringt – und das mit einem klaren Fokus auf Privatsphäre.

Lena Vogel: Und damit sind wir auch schon am Ende dieser Ausgabe. Ich fasse kurz zusammen, was wir heute besprochen haben.

Lena Vogel: Rewisp will dem Mac ein durchsuchbares Textgedächtnis geben – eine lokale macOS-App, die alles speichert, was du am Bildschirm siehst, und es später durchsuchbar macht.

Lena Vogel: Dann BaseRT: eine für Apple Silicon optimierte LLM-Laufzeitumgebung, die auf dem M5 Pro bis zu 6,4-mal schneller laufen soll als vergleichbare Setups.

Felix Hartmann: Spycost haben wir auch vorgestellt: Der Entwickler ärgerte sich, immer wieder auf falsche Rabatte hereinzufallen, und baute ein Tool, das Preise trackt und den echten Sparwert berechnet.

Felix Hartmann: OpenSEO positioniert sich als Open-Source-Alternative zu Ahrefs und SEMrush – mit Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse und mehr.

Felix Hartmann: Alban hat Detourmap vorgestellt: eine kostenlose interaktive Weltkarte mit über 70.000 sehenswerten Orten in 350 Ländern.

Lena Vogel: Und schließlich Kobbe: ein datenschutzfreundliches Webanalyse-Tool, das ohne Cookies arbeitet und standardmäßig Privatsphäre respektiert.

Lena Vogel: Das war's für heute. Bis zum nächsten Mal – macht's gut!