0719 | KI-Mitarbeiter Clark, Demo-Tools Mirage, Acebuilder und Buzzy

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Show notes

In dieser Folge von Bri – Podcast stellen Felix und Lena eine ganze Reihe neuer KI-Tools von Product Hunt vor: Clark, ein asynchroner KI-Mitarbeiter mit eigenem Cloud-Computer; zwei interaktive Demo-Tools (Mirage und LiveDemo); den KI-Website-Builder Acebuilder vom Aceternity-UI-Team; Buzzy als agentische Videoproduktions-Leinwand; ZooData für die Umwandlung von URLs in agentenfähiges JSON; den lokalen Markdown-Editor OpenMarkdown; die Japanisch-Lern-App Mainichi; die Wissenssuche DocuSmart AI s

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:38 Clark: Der KI-Mitarbeiter mit eigenem Cloud-Computer und asynchroner Arbeitsweise
  • 00:01:50 Produktdemos neu gedacht: Mirage und LiveDemo im Vergleich
  • 00:03:16 Acebuilder: KI-Website-Builder mit handgestalteten Aceternity-UI-Vorlagen und Code-Export
  • 00:04:19 Buzzy: Agentische Videoproduktion auf unendlicher Leinwand mit präziser Kontrolle
  • 00:05:26 ZooData: URLs in agentenfähiges JSON verwandeln und Token sparen
  • 00:06:28 OpenMarkdown und Mainichi: Lokaler Agenten-Editor trifft Japanisch-Lern-App
  • 00:07:49 DocuSmart AI und WX: Firmenwissen durchsuchen und generative Klangsynthese

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Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.

Transcript

Lena Vogel: Das ist Bri – Podcast. Product Hunt täglich.

Felix Hartmann: Ich bin Felix Hartmann.

Lena Vogel: Und ich bin Lena Vogel. Heute schauen wir uns einen KI-Mitarbeiter mit eigenem Cloud-Computer an, zwei neue Werkzeuge für Produktdemos, die ganz unterschiedliche Wege gehen, einen KI-Website-Builder vom Aceternity-UI-Team, und eine agentische Leinwand für Videoproduktion.

Felix Hartmann: Dazu kommen ein Tool, das URLs in agentenfähiges JSON verwandelt, ein lokaler Markdown-Editor, der Dateien nie nach draußen schickt, und eine Wissenssuche aus Dublin, die Google Drive, SharePoint und Dropbox durchforstet.

Felix Hartmann: Clark ist ein KI-Mitarbeiter, der einen eigenen Cloud-Computer mit Browser, Terminal, Dateisystem und Code-Umgebung bekommt.

Lena Vogel: Und das Besondere: Clark arbeitet asynchron. Du übergibst eine vollständige Aufgabe, schließt den Tab – und holst später das fertige Artefakt ab.

Felix Hartmann: Kein Chatfenster, in dem du live mit der KI hin und her schreibst. Sondern: Aufgabe rein, irgendwann Ergebnis raus.

Lena Vogel: Was kann man damit konkret machen? Breit angelegte Recherchen zum Beispiel. Website-Publishing. Geplante Überwachungsaufgaben. Dokumenten-Audits.

Felix Hartmann: Auch Präsentationen, Tabellenkalkulationen und getestete Code-Patches. Also wirklich ein breites Spektrum.

Lena Vogel: Clark kann Arbeit sogar an parallele Spezialisten verteilen und läuft nach einem festen Zeitplan. Zugriff gibt's per Web oder übers Handy.

Felix Hartmann: Und für Entwickler: Clark Code für echte Repositories, plus eine OpenAI-kompatible API, um den Agenten einzubetten.

Lena Vogel: Gestartet ist Clark auf Product Hunt – mit dem Argument, dass KI noch zu sehr an einen Chat gebunden ist. Das asynchrone Arbeitsmodell soll praktischere Ergebnisse liefern, für Recherche, Erstellung und Programmierung.

Felix Hartmann: Bleiben wir bei Werkzeugen, die Arbeit anders denken. Für Produktdemos gibt es zwei neue Tools – mit ziemlich unterschiedlichen Ansätzen.

Lena Vogel: Das erste heißt Mirage. Die positionieren sich als dritte Option: zwischen Videoaufnahmen, die keiner anschaut, und richtig teuren Alternativen.

Felix Hartmann: Mirage erfasst die echte App mit einem Klick, ergänzt geführte Hotspots – und veröffentlicht eine interaktive Demo in rund neunzig Sekunden.

Lena Vogel: Die eingebauten Metriken zeigen dann, wer sich die Demo ansieht, wer sie abschließt und wo Leute schrittweise abspringen. Die erste Demo bleibt dauerhaft kostenlos.

Felix Hartmann: Der Hersteller hat Mirage für sein eigenes Bootstrapping-Projekt gebaut. Seine Beschreibung: Die einzigen Optionen waren „ein 40-Megabyte-Video, das niemand ansieht“ oder „fünfhundert Dollar im Monat“.

Lena Vogel: Das zweite Tool ist LiveDemo. Das versteht sich als Open-Source-Alternative zu Storylane, Navattic und Arcade.

Felix Hartmann: LiveDemo erstellt interaktive Demos in Minuten. Es nimmt jeden Arbeitsablauf auf, fügt KI-Sprachkommentare und personalisierten Text hinzu und gibt das Ergebnis als Link, Einbettung, GIF oder Video aus.

Lena Vogel: Dabei verfolgt es Engagement und sammelt Leads. Hersteller George beschreibt das Kernproblem so: Gute Produkte scheitern, weil die Demo nachträglich behandelt wird und der Sales-Pitch nicht ankommt.

Felix Hartmann: LiveDemo richtet sich an Gründer und Entwickler, die etwas gebaut haben – es aber nicht zeigen können.

Lena Vogel: Noch ein Builder-Tool: Acebuilder, ein KI-Website-Builder vom Team hinter Aceternity UI.

Felix Hartmann: Das Entscheidende: Acebuilder generiert keine generischen Layouts von Grund auf. Stattdessen greift es auf die Pro-Vorlagen- und Komponentenbibliothek von Aceternity zu.

Lena Vogel: Du importierst eine ganze Seite oder einen einzelnen Block – und passt dann Text, Layout und Struktur per Chat mit dem Agenten an.

Felix Hartmann: Bilder lassen sich direkt im Chat erstellen. Und sogenannte Skills – Design-Funktionen – kannst du auf beliebige Abschnitte anwenden.

Lena Vogel: Der fertige Code wird als ZIP exportiert. Und was du gebaut hast, gehört dir.

Felix Hartmann: Acebuilder wurde als Antwort auf die generisch wirkenden Ergebnisse anderer KI-Website-Builder entwickelt. Die Idee: die handgestalteten Vorlagen von Aceternity endlich nutzbar machen.

Lena Vogel: Drei sehr unterschiedliche Werkzeuge also: Clark, das asynchrone KI-Arbeitsmodell – Mirage und LiveDemo, zwei Wege zu besseren Produktdemos – und Acebuilder, der Website-Builder mit handgestalteten Vorlagen.

Lena Vogel: Buzzy – der Name klingt fast nach einem Energy-Drink, aber hier geht's um KI-Videoproduktion. Die Macherin Ella nennt es die erste agentische, unendliche Leinwand.

Felix Hartmann: Und das ist der Punkt, der es vom bisherigen KI-Video-Geklicke unterscheidet: keine 15-Sekunden-GIFs mehr. Buzzy soll zwanzigminütige Blockbuster-Filme oder studiotaugliche Werbespots ermöglichen.

Lena Vogel: Die zwei Versprechen, die herausstechen: präzise Kontrolle über Beleuchtung und Kameraperspektiven – und konsistente Subjekte über unbegrenzte Länge.

Felix Hartmann: Genau, das war ja bisher der Fluch: Figur sieht in Minute eins anders aus als in Minute drei. Buzzy will das über die ganze Laufzeit halten.

Lena Vogel: Der Arbeitsbereich erinnert an Photoshop – eine Art Layer-basierte Bearbeitung, Stimmungsboards, ein-Klick-Anpassungen. Man bastelt nicht mehr in Text-Prompts, sondern auf einer visuellen Leinwand.

Felix Hartmann: Was Ella damit markiert, ist ein Übergang: KI-Video verlässt die Spielphase und zieht in reale Produktionsabläufe ein. Kein Tech-Demo-Spielzeug mehr, sondern Werkzeug für Agenturen und Studios.

Felix Hartmann: Wo wir bei Werkzeugen sind: Stell dir vor, du bist ein KI-Agent und kriegst eine Webseite – rohes HTML, tausend Divs, Tracking-Skripte.

Lena Vogel: Albträume.

Felix Hartmann: Eben. ZooData sagt: Lass das mal. Der Dienst von Entwickler Ning wandelt beliebige URLs in agentenfähiges JSON um.

Lena Vogel: Strukturierte Daten statt aufgeblähtem Markdown oder HTML-Suppe. Ning beziffert die Token-Ersparnis auf etwa fünfundsiebzig Prozent.

Felix Hartmann: Und die Abrechnung ist clever: Nutzer zahlen nur für die Felder, die sie tatsächlich abrufen. Kein Datenvolumen-Modell à la 'alles oder nichts'.

Lena Vogel: Interessant ist die voranalysierte E-Commerce-Schicht. ZooData liefert live Wettbewerbsdaten, Marktanalysen, Traffic und Verbraucherverhalten – für Amazon und TikTok.

Felix Hartmann: Technisch läuft das über API, CLI und MCP-Server. Der Einstieg: tausend kostenlose Credits, keine Kreditkarte nötig.

Lena Vogel: Das klingt nach dem Baustein, der aus generischen KI-Agenten spezialisierte E-Commerce-Rechercheure macht.

Felix Hartmann: Zwei ganz unterschiedliche Ansätze zum Schluss. OpenMarkdown und Mainichi.

Lena Vogel: OpenMarkdown ist ein lokaler Markdown-Editor – aber agenten-nativ gedacht. Jede.md-Datei wird sofort geöffnet, und das Entscheidende: Dateien verlassen nie die eigene Festplatte.

Felix Hartmann: Kein Konto, keine Telemetrie. Das ist das Gegenteil von dem, was wir bei Notion oder Obsidian sehen.

Lena Vogel: Die Agenten-Integration ist interessant gelöst: Über CLI, ein Agent-Plugin und MCP können Agenten lesen, was du markiert hast – aber nur auf Anforderung. Sie können zur Zielsektion springen und dieselbe Datei simultan mitbearbeiten.

Felix Hartmann: Wichtig: Im Editor selbst sind keine KI-Agenten eingebaut. Die Trennung ist bewusst – du entscheidest, was der externe Agent sehen darf.

Lena Vogel: Ganz andere Ecke: Mainichi, eine iOS-App zum Japanischlernen. Über zwanzigtausend Wörter, eingebettet in ein Spaced-Repetition-System, das auf Langzeitgedächtnis ausgelegt ist.

Felix Hartmann: Die täglichen Einheiten dauern unter fünf Minuten. Keine Lehrbücher, kein Karteikarten-Pensum. Der Clou: Man erkundet Japan Präfektur für Präfektur, und der Lernfortschritt folgt dieser Reise.

Lena Vogel: Zwei völlig verschiedene Philosophien: OpenMarkdown sagt 'deine Daten, deine Festplatte', Mainichi sagt 'deine Sprache, deine Reise'. Beide setzen auf Eigenständigkeit.

Lena Vogel: Ein Tool aus Dublin, das internes Firmenwissen durchsuchbar macht, ohne dass man irgendwas migrieren oder neu organisieren muss. DocuSmart AI heißt es.

Felix Hartmann: Die Idee: Du hast deine Dokumente über Google Drive, SharePoint, Dropbox und andere Systeme verteilt – und DocuSmart verbindet sich einfach damit. Dann kannst du per Klartextsuche alles durchsuchen. Kein Training, keine Migration, kein Neuaufbau.

Lena Vogel: Gegründet von einem Gründer namens Paul, und das Ganze läuft gerade im Accelerator-Programm New Frontiers von Enterprise Ireland. Die suchen jetzt Early Adopters.

Felix Hartmann: Und der Fokus liegt auf Nonprofits und kleineren bis mittleren Unternehmen, die einfach unter Dokumentenchaos leiden. Praktisch, wenn man nicht noch ein riesiges Wissensmanagement-Projekt stemmen will.

Lena Vogel: Jetzt etwas völlig anderes, und zwar für Musiker: WX, ein experimentelles Synthesizer-Plugin.

Felix Hartmann: WX arbeitet mit kontrolliertem Zufall. Du machst einen Doppelklick, und das Plugin generiert einen komplett neuen Sound. Und dann kannst du den mit ganz normalen Synthesizer-Parametern weiter formen – Hüllkurven, Filter, Modulation, eingebaute Effekte.

Lena Vogel: Der entscheidende Punkt: Es geht nicht darum, Musikern noch mehr Optionen zu geben, sondern ihnen zu helfen, schneller und bessere klangliche Entscheidungen zu treffen.

Felix Hartmann: Und die Dimension ist schon wild – die Zahl der möglichen Klänge, die WX erzeugen kann, übersteigt bei weitem das Alter des Universums. Also wirklich unvorstellbar viele Kombinationen.

Lena Vogel: Richtet sich an Musiker, die unvorhersehbare, aber spielbare Ergebnisse schätzen. Nicht einfach nur Chaos-Knopf, sondern Zufall, den du dann gezielt in Form bringen kannst.

Felix Hartmann: Beides spannende Werkzeuge – das eine für strukturierten Zugriff auf Firmenwissen, das andere für kreative Klangfindung. Und beide setzen darauf, Komplexität zu reduzieren statt aufzublähen.

Lena Vogel: Das war unsere Tour durch sieben spannende Tools für heute.

Felix Hartmann: Genau. Clark, der KI-Mitarbeiter mit eigenem Cloud-Computer, Browser, Terminal und Code-Umgebung – beeindruckend, wie autonom das läuft.

Lena Vogel: Dann Mirage, das sich als dritte Option neben traditionellen Demos und KI-generierten Videos positioniert. Und Acebuilder von den Aceternity-UI-Machern, der auf die Pro-Vorlagenbibliothek zugreift.

Felix Hartmann: Buzzy hat mich echt überrascht – die erste agentische, unendliche Leinwand für Videoproduktion. Laut Ella, der Herstellerin, ein spannender Ansatz.

Lena Vogel: ZooData macht URLs agentenfähig mit sauberem JSON statt rohem HTML. OpenMarkdown ist der lokale, agenten-native Editor, bei dem keine Datei je den Rechner verlässt.

Felix Hartmann: Und DocuSmart AI aus Dublin, das internes Wissen über Google Drive, SharePoint und Dropbox durchsuchbar macht.

Lena Vogel: Eine runde Sache. Wir melden uns beim nächsten Mal wieder. Macht's gut!

Felix Hartmann: Bis dann, ciao!