0718 | Kimi K3, Pebbles Ai und Unabyss für Claude

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Show notes

In dieser Episode von Bri – Product Hunt täglich stellen Lena Vogel und Felix Hartmann zehn neue Produkte vor. Im Fokus stehen KI-gestützte Tools: Pebbles Ai als ganzheitliche Go-to-Market-Plattform für B2B-Teams, das offene 3-Billionen-Parameter-Modell Kimi K3, der trainierbare Browser-Assistent Aye sowie Unabyss, das Claude ein plattformübergreifendes Gedächtnis verleiht. Dazu kommen Basedash Suggestions für personalisierte Analyse-Ideen, das rein browserbasierte Whiteboard-Studio Scribble Par

Zeitleiste

  • 00:00:00 Einleitung
  • 00:00:04 Intro & Überblick
  • 00:00:25 Pebbles Ai – Die All-in-One-Go-to-Market-Plattform
  • 00:01:28 Kimi K3 – Das erste offene Modell mit 3 Billionen Parametern
  • 00:02:26 Aye – Der trainierbare KI-Browser-Assistent
  • 00:03:21 Unabyss für Claude – Plattformübergreifendes Gedächtnis
  • 00:04:11 Basedash Suggestions – KI-gestützte Analyse-Ideen
  • 00:05:14 Scribble Party – Whiteboard-Studio ohne Cloud
  • 00:06:15 Timely – Kalenderverfügbarkeiten per Tastendruck
  • 00:06:53 PixyCAD – Native 3D-CAD für Mac & iPad
  • 00:07:27 Pocket Screen – Mac-Fenster als Bild-in-Bild
  • 00:09:10 Outro & Zusammenfassung

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Diese Folge wurde von Bri produziert. Bri nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um die Feeds, die dir wichtig sind, in Podcasts zum Zuhören zu verwandeln. Kontakt: hi@bri.so.

Transcript

Lena Vogel: Willkommen bei Bri, dem Podcast – das ist Product Hunt täglich. Ich bin Lena Vogel.

Felix Hartmann: Und ich bin Felix Hartmann. Schön, dass du dabei bist.

Lena Vogel: Heute schauen wir auf spannende neue Dinge: Pebbles Ai, Kimi K3, Aye und Unabyss für Claude – und noch einiges mehr.

Felix Hartmann: Klingt nach einer vollen Runde. Lass uns direkt eintauchen.

Lena Vogel: Bei Pebbles Ai geht es um eine Plattform, die Go-to-Market-Arbeit von Anfang bis Ende in einem KI-gestützten Arbeitsbereich zusammenführen will.

Felix Hartmann: Genau, und zwar nicht nur irgendein Teilbereich. Die positionieren sich als die einzige Go-to-Market-Orchestrierungsplattform, die man braucht. Strategie, Lead-Generierung, Outreach, Vertrieb und geteiltes Unternehmenswissen – alles in einem System.

Lena Vogel: Was ich daran spannend finde: Die setzen auf neurosymbolische KI, die auf das jeweilige Geschäft trainiert wird. Also kein generisches Modell, das irgendwie mitläuft.

Felix Hartmann: Und das soll dann konkret helfen, Kampagnen zu planen, personalisierte Ansprache zu machen und qualifizierte Leads zu generieren.

Lena Vogel: Der Chief AI Officer Dmytro Antoniuk beschreibt das Kernproblem so: Diese chaotische Anhäufung von Aufgaben bei der Erstkundengewinnung. Man springt zwischen getrennten GTM-Tools hin und her.

Felix Hartmann: Und genau das wollen sie lösen. Kein Wechsel zwischen verschiedenen Tools mehr, sondern ein Arbeitsbereich, in dem alles zusammenläuft.

Felix Hartmann: Bleiben wir bei neuen Modellen: Kimi K3 wird als das weltweit erste offene Modell der 3-Tera-Klasse vorgestellt.

Lena Vogel: Drei Tera – das bezieht sich auf die Parameterzahl. Es ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit 2,8 Billionen Parametern. Dazu eine Kontextlänge von einer Million Token und native Multimodalität.

Felix Hartmann: Die Zielrichtung ist klar: langläufige Programmier- und Wissensarbeit. Und die Leistung in Coding, Wissensarbeit und Reasoning soll Frontier-Klasse sein.

Lena Vogel: Wobei das Team selbst einräumt: Die Gesamtleistung bleibt noch hinter den stärksten proprietären Modellen zurück. Namentlich Claude Fable 5 und GPT 5.6 Sol.

Felix Hartmann: Trotzdem – K3 soll andere getestete Modelle durchgehend übertreffen. Es kann über große Repositories hinweg arbeiten, bei Spielen und Frontend-Arbeiten visuell iterieren und längere Agentenläufe mit begrenzter Aufsicht durchhalten.

Lena Vogel: Verfügbar ist es über Kimi.com, Kimi Work und Kimi Code.

Lena Vogel: Kommen wir zu Aye – das ist ein Chromium-basierter KI-Browser für macOS und Windows, entwickelt von Zhonglin Liu.

Felix Hartmann: Aye funktioniert als lehrbarer KI-Assistent für alltägliche Browser-Arbeit. Er liest sichtbare Seiten, plant Schritte und führt dann normale Browser-Aktionen aus: Klicken, Tippen, Scrollen, Tab-Wechsel und Ergebnisprüfung.

Lena Vogel: Was kann man sich darunter konkret vorstellen? Seiten zusammenfassen und übersetzen, tab-übergreifende Recherche, Antworten verfassen und wiederholbare Arbeitsabläufe automatisieren.

Felix Hartmann: Und diese wiederkehrenden Aufgaben lassen sich als wiederverwendbare Skills speichern. Auch praktisch: Konten können durch Profile getrennt verwaltet werden.

Lena Vogel: Wichtig ist auch der Sicherheitsaspekt. Der Fortschritt ist überprüfbar, und für sensible Schritte braucht es eine Freigabe. Man sieht also, was der Assistent tut, und behält die Kontrolle.

Felix Hartmann: Zum Abschluss Unabyss für Claude. Das ist eine Erweiterung, die Claude ein gemeinsames Gedächtnis gibt.

Lena Vogel: Und das Gedächtnis wird aus vielen Quellen gespeist: andere KI-Agenten, aber auch Alltags-Apps wie E-Mail, Google Drive, GitHub, Notion, Meeting-Recorder und über zwanzig weitere Dienste.

Felix Hartmann: Das läuft direkt in Claude, setzt auf das Model Context Protocol – kein Browser nötig. Neue Erinnerungen werden automatisch gespeichert, und dann können auch GPT und Cursor denselben Kontext nutzen.

Lena Vogel: Die Nutzung ist privat und portabel. Vorgestellt hat das Co-Founder Philip. Das Produkt hatte übrigens schon einen früheren Launch im Mai, da hat es den ersten Platz als Produkt des Tages geholt.

Felix Hartmann: Seitdem wurde es auf Basis von Nutzerfeedback vollständig neu aufgebaut. Das Ziel: den Kontext genau dorthin bringen, wo tatsächlich gearbeitet wird.

Lena Vogel: Basedash bringt eine Funktion namens Suggestions raus. Die Idee: Statt dass du vor einer leeren Seite sitzt und nicht weißt, wo du anfangen sollst, generiert das System personalisierte Analyse-Ideen direkt aus deinen eigenen Daten.

Felix Hartmann: Das Ding schaut sich an, welche Datenquellen du verbunden hast, was du in vergangenen Chats gefragt hast und welche Dashboards du schon gebaut hast – und schlägt dir dann konkrete Fragen vor, empfiehlt Dashboards oder zeigt Automatisierungen, die du einplanen kannst.

Lena Vogel: Ein Klick auf so einen Vorschlag, und die Arbeit startet sofort. Verbrauchte Ideen werden durch neue ersetzt. Die Vorschläge sind komplett personenbezogen – jeder im Team kriegt seine eigenen.

Felix Hartmann: Max vom Basedash-Team beschreibt das als eine Art individuellen Startpunkt, der die gewohnte Reihenfolge umkehrt. Normalerweise fängst du ja mit einer Frage an und suchst dann die Daten – hier kommen die Ideen aus den Daten zu dir.

Lena Vogel: Gerichtet ist das Ganze an Teams aus Wachstum, Finanzen und Betrieb. Also überall da, wo Leute regelmäßig mit Zahlen arbeiten und schnelle Einblicke brauchen.

Felix Hartmann: Weiter mit Scribble Party – ein Whiteboard-Studio, das komplett im Browser läuft. Keine Anmeldung, keine Installation, und es werden niemals Daten in eine Cloud hochgeladen.

Lena Vogel: Auf einer unendlichen Leinwand kannst du zeichnen, eine Live-Kamera-Blase einfügen – und die hat eine automatische Hintergrundausblendung. Das Ganze lässt sich mit Ton aufzeichnen.

Felix Hartmann: Die Aufnahmen werden direkt auf dem Gerät gespeichert. Selbst wenn der Browser abstürzt, ist die Aufnahme nicht weg. Und die App funktioniert auch offline als installierte Anwendung.

Lena Vogel: Ein Community-Mitglied hat das getestet und bestätigt: Die Hintergrundausblendung blieb auch bei Bewegung stabil. Und dass die Datei direkt während der Aufnahme auf die Festplatte geschrieben wird, gab ein gutes Gefühl von Sicherheit.

Felix Hartmann: Derselbe Nutzer hat aber auch eine Frage aufgeworfen: Was passiert mit den Aufnahmen danach? Die Upload-Freiheit ist schön, aber die weitere Nutzung ist für ihn noch nicht ganz klar.

Lena Vogel: Die Zielgruppe: Lehrkräfte und Kreative, die schnell ein Whiteboard brauchen, ohne sich durch Setup-Hürden zu kämpfen.

Felix Hartmann: Kurzer Wechsel zu Timely – ein Tool, das Kalenderverfügbarkeiten per Tastendruck aus angebundenen Outlook- und Google-Konten abruft.

Lena Vogel: Und zwar in jeder Zeitzone, die du gerade brauchst. Die Anwendung läuft komplett lokal und privat auf dem eigenen Rechner.

Felix Hartmann: Erstellt wurde sie von einem Nutzer, der selbst viele Meetings bucht und Calendly unpassend fand. Sein Gedanke: Klienten sollten keine Vorarbeit leisten müssen, nur um einen Termin zu finden.

Lena Vogel: Das Tool richtet sich deshalb an Vielbuchende sowie Executive und Personal Assistants – also Leute, die ständig Termine für andere koordinieren und dabei schnell auf Verfügbarkeiten zugreifen müssen.

Felix Hartmann: Zum Schluss PixyCAD – eine native 3D-CAD-Anwendung für Mac und iPad.

Lena Vogel: Sie richtet sich an Maker, Designer und 3D-Druck-Enthusiasten. Der Workflow soll zugänglich sein, aber unter der Haube steckt eine professionelle Geometrie-Engine auf Basis von Parasolid.

Felix Hartmann: Der Start auf Product Hunt ist bewusst gewählt: Das Team will Feedback von Nutzern sammeln, die Wert auf bessere kreative Werkzeuge auf Apple-Plattformen legen.

Lena Vogel: Also eine Kombination aus Einsteigerfreundlichkeit und ernsthafter CAD-Technik – nativ fürs Apple-Ökosystem.

Lena Vogel: Wir schauen uns Pocket Screen an – eine neue macOS-App vom Indie-Entwickler Masaki, der unter Toybird Labs veröffentlicht.

Felix Hartmann: Die App macht etwas ziemlich Praktisches: Sie verwandelt das vorderste Fenster in eine kompakte, immer im Vordergrund bleibende Bild-in-Bild-Ansicht.

Lena Vogel: Genau. Stell dir vor, du arbeitest in einer App – sagen wir in Xcode oder in Pages – und willst gleichzeitig ein Referenzdokument, einen Chat, ein Video oder ein Dashboard im Auge behalten.

Felix Hartmann: Pocket Screen nimmt genau dieses Fenster und macht es zu einem schwebenden Overlay, das du frei auf dem Bildschirm platzieren kannst.

Lena Vogel: Die Steuerung läuft über die Menüleiste oder einen globalen Kurzbefehl – also keine komplizierten Einstellungen, sondern schneller Zugriff.

Felix Hartmann: Und das schwebende Fenster ist ziemlich flexibel. Du kannst es verschieben, in der Größe ändern, die Deckkraft anpassen und sogar auf Durchklickbarkeit stellen.

Lena Vogel: Durchklickbarkeit ist interessant – dann verhält sich das Overlay fast wie ein transparentes Referenzblatt, das deine eigentliche Arbeit nicht blockiert.

Felix Hartmann: Richtig. Und was mir gefällt: Die gesamte Verarbeitung läuft lokal auf dem Mac. Nichts geht in die Cloud, keine Datenübertragung nach außen.

Lena Vogel: Das ist bei so einer App, die potenziell sensitive Dokumente oder Chats im Blick behält, ein wichtiger Punkt für Privatsphäre.

Felix Hartmann: Masaki von Toybird Labs positioniert Pocket Screen als kleines, fokussiertes Werkzeug für den Alltag – keine überladene Suite, sondern eine klar umrissene Funktion.

Lena Vogel: Wer viel zwischen Apps hin- und herspringt, spart damit echte kognitive Last. Du behältst den Kontext, ohne ständig mit Command-Tab zu jonglieren.

Felix Hartmann: Die App gibt es über Product Hunt – wir verlinken sie wie immer in den Shownotes.

Lena Vogel: Das war unsere Folge für heute. Wir haben über Kimi K3 gesprochen, das neue Modell aus China mit überraschend starken Mathematik-Ergebnissen – schnell, Open-Source und mit einem Apache-2-Lizenzmodell, das Ende Mai kommt.

Felix Hartmann: Dann Pebbles Ai, dieser neue Dienst, der aus groben Skizzen sofort lauffähige Landing-Pages baut – mit Tailwind, React, TypeScript. Quasi v0, aber für ganze Seiten direkt aus dem Text-Prompt.

Lena Vogel: Und wir hatten Aye, das Post-Processing-Tool von Sagittarius, das KI-generierte Bilder mit einem Klick in verschiedenen Styles veredelt – Bleistift, Tusche, Öl, alles mit dabei.

Felix Hartmann: Außerdem: Unabyss für Claude – eine Chrome-Erweiterung, die den Chat-Verlauf durchsuchbar und persistent macht. Kleinere Tools wie Basedash Suggestions für Diagramm-Vorschläge, Scribble Party als Multiplayer-Zeichenspiel, und Timely fürs KI-unterstützte Zeiterfassen haben wir auch gestreift.

Lena Vogel: PixyCAD und Pocket Screen haben die Runde abgerundet – das eine ein KI-Feature für bestehende CAD-Software, das andere ein mobiler Screenshot-Assistent. Das war's von uns – bis zum nächsten Mal!